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Ottendorf bekommt wieder eine Mitte

Am Rossplatz entstehen ab 2017 elf neue Wohnungen. Die Vermietung hat bereits begonnen.

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© Visualisierung: Architekt Treuner Dresden

Von Nadine Steinmann

Das Wohnungsprojekt am Rossplatz musste so einige Hürden nehmen, um letztendlich tatsächlich realisiert werden zu können. Denn allen voran die Anwohner und der Ottendorfer Ortschaftsrat hatten den Bau der geplanten Mehrfamilienhäuser in der Vergangenheit stets kritisch betrachtet. Im Fokus der Kritik stand allen voran die Höhe der Gebäude und wie sich diese in den historischen Ortskern der Gemeinde einfügen sollen. Doch in November beschloss der Gemeinderat schließlich mehrheitlich den Bebauungsplan für das Projekt und gab damit grünes Licht für intensivere Planungen. Doch dann kam der Wohnungsgenossenschaft Ottendorf-Okrilla, die den neuen Wohnraum schaffen möchte, eine gerichtliche Klage in die Quere. Ein Nachbar hatte Bedenken, was den Hochwasserschutz seines eigenen Grundstückes betrifft, wenn die Häuser am Rossplatz tatsächlich entstehen. Doch mittlerweile habe sich die Wohnungsgenossenschaft mit dem Kläger geeinigt, erklärt der Chef der Genossenschaft, Lutz Herrmann. Damit steht einem Baubeginn im Jahr 2017 nichts mehr im Wege.

Noch ist an dieser Stelle eine große Wiese, doch im kommenden Jahr soll auf der Fläche der erste Bauabschnitt für das Mehrgenerationenhaus beginnen.
Noch ist an dieser Stelle eine große Wiese, doch im kommenden Jahr soll auf der Fläche der erste Bauabschnitt für das Mehrgenerationenhaus beginnen. © Thorsten Eckert

Elf Wohnungen entstehen

Genau aus diesem Grund bietet die Wohnungsgenossenschaft die ersten Wohnungen mittlerweile zur Vermietung an. Schaut man sich die ursprünglichen Planungen an, sollten eigentlich fünf Wohnhäuser nach und nach entstehen. Aufgrund der Platzverhältnisse und verschiedener Auflagen ist diese Idee aber hinfällig. Stattdessen werden im ersten Bauabschnitt zwei Objekte zu einem größeren Verbindungshaus zusammengefügt. Hier stehen künftig elf Wohnungen zur Verfügung. Alle Wohnungen werden mit großen Balkonen versehen, die zur Südseite ausgerichtet sind. Die zentrale Lage sichert kurze Wege zum Einkaufen, zum Zug oder zu verschiedenen Ärzten. Das Angebot reicht von barrierefreien Zweiraumwohnungen bis hin zu einer großen Fünfraumwohnung mit zwei Balkonen und ca. 128 Quadratmetern Wohnfläche. Mit der Gestaltung der Gebäude hat die Wohnungsgenossenschaft den Architekten Kelf Treuner beauftragt, der seine Fähigkeiten unter anderem beim Hotel Bülow Palais in Dresden unter Beweis gestellt hat. Angedacht ist zudem ein Konzept des generationsübergreifenden Wohnens. So werden die kleineren Wohnungen eigens auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichtet. Die großen Wohnungen in der dritten Etage unterm Dach sind hingegen für Familien vorgesehen.

Wann der zweite Bauabschnitt am Rossplatz starten soll, ist momentan noch unklar, so Lutz Herrmann. Fest steht: Es wird sich erneut um ein Verbindungshaus handeln, das um die Ecke führt und somit ein bisschen größer ist, als das erste Objekt. Hier sollen 13 weitere Wohnungen entstehen. Doch das ist vorerst Zukunftsmusik. Tatsache ist, dass im kommenden Jahr am Rossplatz die Bagger anrollen und 2018 die ersten Mieter einziehen können.

Weitere Informationen, Beratungen sowie konkrete Vermietungsangebote erhalten Sie unter der Rufnummer Telefon: 035205 71094.

www.wohnen-ottendorf.de