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Ottendorf-Okrilla ist plötzlich reich

Weil die Einnahmen gestiegen sind, bekommt die Gemeinde 2019 vom Freistaat kein Geld – und muss sogar noch zahlen.

Weil die Einnahmen gestiegen sind, bekommt die Gemeinde Ottendorf-Okrilla 2019 vom Freistaat kein Geld © dpa

Ottendorf-Okrilla. Wenn Steuereinnahmen steigen, ist das für Kommunen eigentlich ein Grund zur Freude. In Ottendorf-Okrilla ist das anders. Wie Kämmerer Robin Lehmann in der Sitzung des Gemeinderats am Montag mitteilte, habe die Gemeinde im zweiten Halbjahr 2017 und dem ersten 2018 zu hohe Einnahmen erzielt. Die negative Folge: Ottendorf-Okrilla gehört nun zu den reichen Kommunen in Sachsen und muss deshalb in diesem Jahr Reichensteuer zahlen. Diese beläuft sich auf 120 000 Euro. Außerdem erhält die Gemeinde keine Schlüsselzuweisungen vom Freistaat mehr. Diese haben im Vorjahr noch 378 000 Euro betragen. Weil Ottendorf-Okrilla in diesem Jahr abundant ist, wie es in der Fachsprache heißt, hat die Gemeinde also insgesamt fast eine halbe Million Euro weniger zur Verfügung.

„Das ist ein Sonderfall“, erklärte Lehmann den Gemeinderäten. Ausstehende Gewerbesteuern seien in den vier Quartalen gezahlt worden und haben zu dem Anstieg der Einnahmen geführt. Im nächsten Jahr werde die Gemeinde dann wieder Schlüsselzuweisungen erhalten. (SZ/bb).

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