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Pegida demonstrierte auf der Prager Straße

Es war ein ganz normaler Montag in Dresden: Pegida-Anhänger zogen nach einer langen Kundgebung durch die Stadt, dieses Mal aber auf neuer Strecke. Ansonsten gab es wenig Neues.

© SZ

Dresden. Die islamfeindliche Pegida-Bewegung hat am Montagabend vor dem Hauptbahnhof demonstriert. Anschließend führte der Zug über die St. Petersburger Straße und erstmals auch über Dresdens größte Einkaufsmeile, die Prager Straße. Laut der Gruppe durchgezählt nahmen bis zu 3 600 Menschen daran teil. Die Gepida-Gegendemo kam demnach auf etwa 170 Teilnehmer. In seiner Rede ging Pegida-Führer Lutz Bachmann auch auf den Prozess am Dresdner Amtsgericht ein, indem er sich derzeit wegen Volksverhetzung verantworten muss. Außerdem beklagte er, dass Facebook seine Seite in dem sozialen Netzwerk gesperrt hat.

So berichteten wir am Abend aktuell:

21:27 Uhr: Wir beenden unsere aktuelle Berichterstattung und bedanken uns für die Aufmerksamkeit.

21:20 Uhr: Größere Zwischenfälle gab es keine, hieß es von der Polizei: Auf der Wilsdruffer Straße zeigte ein Mann den Hitlergruß. Es wird nun wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt. Auf der St. Petersburger Straße stellten Einsatzkräfte nach einem Hinweis einen Mann fest, der zwei Pegida-Anhängerinnen körperlich bedrängt haben soll. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Insgesamt seien 274 Beamte im Einsatz gewesen, hieß es.

20:54 Uhr: Lutz Bachmann verabschiedet sich, man sei nächste Woche wieder da - offenbar auch auf der Prager Straße.

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Der Demo-Montag in Dresden

20:52 Uhr: Am Theaterplatz geht die Gepida-Demo weiter. Man hatte einen Stopp eingelegt, weil der Polizei hartes Vorgehen gegen einen Gepida-Demonstranten vorgeworfen wird.

20:51 Uhr: Nun wird die Nationalhymne wie so oft mit „Ramona“ gesungen, dann dürfte Schluss sein.

20:45 Uhr: Däbritz spricht von Neuwahlen und „Engagement“ in sozialen Netzwerken und „Politikwechsel“. Einen Rückzug werde es nicht geben. Er will „normale Menschen“ aktivieren, sich auch am Protest zu beteiligen. Offenbar wurmt es Pegida, dass die Menschen längst nicht mehr so zahlreich erscheinen wie zu Hochzeiten der Bewegung. Laut „Durchgezählt“ versammelten sich heute schätzungsweise 3000 bis 3600 Menschen bei Pegida.

20:43 Uhr: Alles wie immer: Es fallen Vokabeln wie „Schande“, „Grüßaugust“, „dämlich“ usw.

20:38 Uhr: Nun legt Däbritz los. Auch von ihm gibt es Lob für Österreich und Kritik an der deutschen Politik. Dieses Mal geht es in bewährtem Pegida-Stil gegen Bundespräsident Joachim Gauck.

20:29 Uhr: In zehn Minuten seien die letzten da, sagt Siegfried Däbritz.

20:25 Uhr: Pegida hat sich SZ-Informationen zufolge extra Zeit gelassen mit der Demo. So konnten die Läden in der Prager Straße ganz normal um 20 Uhr schließen.

20:23 Uhr: Pegida ist gleich wieder am Wiener Platz angekommen, es soll dann noch Siegfried Däbritz auf der Bühne stehen. Die Hymne erklingt.

20:20 Uhr: Auch Gepida kann nun weiterlaufen, da der Zug von Pegida durch ist. Sie gehen Richtung Altmarkt und ziehen dann weiter in die Neustadt.

20:18 Uhr: Durch die Demo gibt es einige Umleitungen von Straßenbahnen. Die Dresdner Verkehrsbetriebe twittern aktuell.

20:12 Uhr: Während Pegida Richtung Hauptbahnhof marschiert, wird die Gegendemo abgeschirmt. Bei Gepida wird „Lügenlutz“ gerufen. Einige Pegida-Anhänger machen Fotos von den Gepida-Leuten.

20:06 Uhr: Pegida ist nun am Karstadt-Kaufhaus und wird dann über die Prager Straße zurück zum Hauptbahnhof laufen.

20:00 Uhr: Bei Pegida laufen auch Anhänger diverser neurechter Splittergruppen mit, etwa von den Identitären und der einprozent-Bewegung.

19:55 Uhr: Pegida läuft nun durch Dresden, die Polizei trennt die Demo von den Gegendemonstranten. Die Route wird später über die Einkaufsmeile Prager Straße verlaufen.

19:44 Uhr: Jetzt können sich Pegida-Anhänger die Beine vertreten. Gepida hängt derweil zwischen der Altmarktgalerie und dem Postplatz fest. Es ist viel Polizei in der Stadt.

19:40 Uhr: Wagensveld bezeichnet Merkel als schlechteste Kanzlerin Deutschlands. Er vergisst dabei offenbar, das sie auch die einzige Kanzlerin ist, die Deutschland je hatte.

19:36 Uhr: Jetzt kommt Edwin Wagensveld, den alle nur Ed den Holländer nennen. Er lebt aber seit langem nicht mehr in den Niederlanden, sondern in Franken, wo er einen Shop für legale Waffen betreibt. Er übt Kritik an der Kanzlerin. Eine Schweinemütze trägt er dieses Mal nicht.

19:32 Uhr: Lutz Bachmann hat Post bekommen: Er wollte die Morgenpost Hamburg verklagen, weil diese Sachsen nach fremdenfeindlichen Vorfällen in Bautzen und Clausnitz als „Schandfleck“ bezeichnete. Bachmann verliest den Brief der Staatsanwaltschaft Hamburg: Es gibt kein Verfahren, die Anzeige wegen Volksverhetzung wurde abgelehnt. Das „Volk“ ruft Lügenpresse“.

19:31 Uhr: Jetzt beklagt sich Stürzenberger noch über die Justiz Österreichs, weil er sich dort verantworten muss - dann ist er fertig.

19:27 Uhr: Der als Islamhasser bekannte Stürzenberger ist immer noch nicht fertig. Das Publikum scheint sich etwas zu langweilen, denn neue Themen hat Stürzenberger nicht im Gepäck: AfD, Islam, Frauenbild, Moscheen usw.

19:15 Uhr: Stürzenberger schreit nun „Merkel muss weg“, das Publikum tut es ihm gleich. Es folgen die üblichen Parolen.

19:13 Uhr: Jetzt beruft sich Stürzenberger auf „Medienberichte“ über die Ahmadiyya-Gemeinde. Dann geht es ums neue Sarrazin-Buch.

19:09 Uhr: Der Beifall für Stürzenbergers Geschrei wird nicht lauter. Immer mal fragt ihr das Publikum: „Wollt ihr dies oder das?“ - Antworten bekommt er kaum. Er arbeitet sich weiter an Ahmadiyya-Gemeinde, dem Islam und den „Heuchlern“ ab.

19:05 Uhr: Weiter geht es mit der Ahmadiyya-Gemeinde, die in Dresden ein Grundstück suchen. Er vergisst nicht, auf die AfD hinzuweisen und verbreitet seine Sicht der Dinge auf den Islam. Stürzenberger bezeichnet Moslems als Brut.

19:03 Uhr: Stürzenberger hat auch nichts neues mitzuteilen. Er macht mehr oder weniger Werbung für die AfD, erläutert was er nicht will.

19:01 Uhr: Stürzenberger ruft, dass sich der Wind drehe und schreit: Danke, Österreich! Er bekommt nur wenig Beifall.

19 Uhr: Lutz Bachmann ist fertig, er übergibt das Mikro an Michael Stürzenberger. Er ist Bundesvorsitzender der rechtspopulistischen Kleinpartei „Die Freiheit“.

18:57 Uhr: Laut der Studentengruppe Durchgezählt nahmen am Gepida-Demonstrationszug am Schlossplatz schätzungsweise 140 bis 170 Menschen teil. Jetzt geht es auf die St. Petersburger Straße.

18:55 Uhr: Weiter geht es mit Kritik an den Parteien, der Türkei, der EU usw.

18:51 Uhr: Nun beklagt Bachmann die Sperrung seiner Facebook-Seite: Das „Volk“ ruft „Widerstand“. So sähe es aus in Deutschland, bemängelt Bachmann. Dann geht es um direkte Demokratie, die „Politikerbrut“ und so weiter.

18:49 Uhr: Und wie erwartet: Bachmann feiert den FPÖ-Wahlerfolg in Österreich.

18:47 Uhr: Bachmann bedankt sich bei seinen Unterstützern, er bezeichnet das Verfahren gegen ihn als „Schauprozess“. Er versucht mit NS-Vergleichen zu provozieren.

18:45 Uhr: Von der deutschen Tugend Pünktlichkeit hält man bei Pegida offenbar nichts: 14 Minuten nach angekündigtem Start hat es noch nicht begonnen. Erst 18:45 Uhr begrüßt Lutz Bachmann seine Anhänger und verliest die Auflagen.

18:43 Uhr: Bei Gepida übt man jetzt Kritik am Staat für die mangelnde Verfolgung rechter Gewalt.

18:39 Uhr: Der Pegida-Livestream startet mit Werbung für Panasonic - die sogenannte Hymne erklingt.

18:36 Uhr: Gepida ist am Neumarkt angekommen. Es ist nasskalt und fängt gerade an zu regnen. Auch bei Pegida am Wiener Platz /Hauptbahnhof scheint es bald loszugehen. Es sind Fahnen der Identitären Bewegung zu sehen.

18:26 Uhr: Während sich Pegida sammelt, startet Gepida jetzt in Richtung Neumarkt - mit etwa 150 Leuten.

18:13 Uhr: Viel los ist nicht bei Gepida am Theaterplatz: Etwa 60 Leute sind gekommen. Es soll wohl bald los gehen - zur ersten Zwischenkundgebung.

18:10 Uhr: Nach SZ-Informationen wird der Pegida-Spaziergang zunächst über die St-Petersburger Straße führen, erst der Rückweg führt über die Prager Straße.

18:03 Uhr: Am Hauptbahnhof sind bereits die ersten Pegida-Anhänger eingetroffen - unschwer zu erkennen an Fahnen und Transparenten. Es ist noch etwa eine halbe Stunde bis zum Beginn der Kundgebung. (szo)