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Pegida tritt auf der Stelle

Einmal mehr gab es in der Innenstadt Demonstrationen. Pegida traf sich am Abend auf dem Postplatz, auch eine Gegendemo fand statt.

© Archivbild: dpa

Dresden hat wieder einen Montagabend mit Demonstrationen hinter sich. Pegida traf sich erstmals seit Langem auf dem Postplatz, wo unter anderem Lutz Bachmann und Siegfried Däbritz ihre Sicht der Dinge auf den Brexit und die Vorkommnisse in Sebnitz den bis zu 2 300 Teilnehmern erklärten. Die Zahl der Demonstranten stagniert seit Wochen, auch die Redeinhalte sind berechenbar wiederkehrend.

Eine Gegendemo mit etwa 250 Menschen zog ebenfalls durch die Innenstadt, um dem Gedankengut Pegidas etwas entgegenzusetzen. Größere Zwischenfälle wurden bislang nicht bekannt.

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Laut Polizei verliefen alle Kundgebungen störungsfrei. 180 Polizisten waren im Einsatz. (szo)

So berichteten wir am Abend

20:32 Uhr: Nun singt Ramona noch die Hymne, dann hat Dresden einen weiteren Demo-Montag überstanden.

20:30 Uhr: Däbritz singt noch „das Wandern ist des Gauklers Frust“ und zeigt damit seine Freude über die Geschehnisse am Sonntag in Sebnitz. Das Publikum nimmt das dankbar auf.

20:23 Uhr: Nichts Neues von Däbritz: Wie immer geht es gegen Politiker, Medien, Ausländer aus dem arabischen Raum. Däbritz ruft „Dexit“, mancher Zuschauer tut es ihm gleich.

20:17 Uhr: Nun ist Siegfried Däbritz dran - wie erwartet hält er die Idee der EU für gescheitert.

20:12 Uhr: Nun kommt er zum Kern der Sache - und erklärt dem Publikum die „Rothschild-Theorie“. Es geht um das „Klopapier“ Euro, das Geldhaus Goldman Sachs, Anleihekäufe usw. Fraglich, ob das sporadisch „Widerstand“ rufende Publikum dem folgen kann.

20:08 Uhr: Der aus Süddeutschland stammende Mann zählt nun auf, was aus seiner Sicht so alles schief gelaufen ist: Finanzkrise, die Politik, die Kürzung finanzieller Hilfen für Flüchtlingslager. Und so geht es weiter, natürlich wird auch die Lügenpresse thematisiert.

19:59 Uhr: Wolfgang erklärt, er sei vor 25 Jahren vom Westen nach Sachsen „ausgewandert“. Er beglückwünscht die Briten zum #Brexit.

19:58 Uhr: Auf dem Postplatz geht es nun weiter - wie mit einem Mann namens Wolfgang.

19:46 Uhr: Pegida kommt so langsam wieder am Postplatz an. Man tauscht noch verbal „Nettigkeiten“ mit andersdenkenden Menschen aus.

19:39 Uhr: Die Initiative „Durchgezählt“ gibt via Twitter an, dass bei Pegida heute zwischen 1 900 und 2 300 Menschen dabei sind. Das ist etwa das Niveau von vergangener Woche.

19:30 Uhr: Pegida ist nun an der Frauenkirche, die Gegendemo nähert sich dem Postplatz. Dort stehen viele Einsatzwagen der Polizei.

19:12 Uhr: Horsts Rede ist überstanden, nun geht die Demo über Alt- und Neumarkt weiter. Nach dem Spaziergang sorgen dann Siegfried Däbritz und ein Mann, der als Wolfgang angekündigt wird, für „Unterhaltung“ auf der Pegida-Bühne.

19:10 Uhr: Während bei Pegida weiter die Kundgebung läuft, ist die aus etwa 150 Menschen bestehende Nope-Demo gleich am Pirnaischen Platz angekommen.

19:08 Uhr: Horst rechnet nun damit, dass weitere Nationen den Briten folgen und aus der „gescheiterten“ EU austreten.

19:03 Uhr: Horst erklärt nun seine Sicht der Dinge über Parteien, den Generationenvertrag, die EU usw. „Altparteien - mit Verlaub - ihr könnt mich mal“, ruft er. Der Applaus ist eher verhalten.

18:59 Uhr: Horst erklärt, man stehe auch hier, um gegen Bundespräsident Gauck zu sein. Das Publikum ruft „Volksverräter“.

18:57 Uhr: Jetzt ist Horst „die Stimme“ dran. Es sei schön, in Dresden zu sein. Der Mann war schon oft bei Pegida zu Gast.

18:54 Uhr: Bachmann erklärt, man sei nicht für ganz Deutschland verantwortlich. Das Motto heiße schließlich „Dresden zeigt wie’s geht“ und nicht „Dresden macht für alle.“ Das Publikum ruft „Danke, Lutz“.

18:52 Uhr: Lutz Bachmann spricht von einem „heißen Sommer“, es sei schon lange nicht mehr fünf vor zwölf, sondern eine Sekunde vor zwölf.

18:51 Uhr: Bei Nope sind dieses Mal zwei linke Stadträtinnen dabei: Rica Gottwald und Anja Apel.

18:47 Uhr: Es kommen die üblichen Reden: Merkel muss weg, Nato-Truppenverlegung an die russische Grenze usw.

18:44 Uhr: Lutz Bachmann eröffnet die Versammlung auf dem Postplatz und verweist auf die Auflagen.

18:36 Uhr: Die Gegendemo läuft nun los - und begegnet am Schlossplatz Pegida-Anhängern. Einer davon trägt ein T-Shirt mit dem Aufdruck „HKNKRZ“. Es werden die üblichen „Nettigkeiten“ ausgetauscht. Die Pegida-Anhänger müssen sich sputen, denn am Postplatz erklingt schon die Pegida-Hymne.

18:30 Uhr: Eine SZ-Reporterin schätzt, dass bislang etwa 150 Leute auf den Theaterplatz gekommen sind. Bei Pegida auf dem Postplatz ist es wesentlich voller: Etwa 1000 Demonstranten sind hier - und es gibt weiterhin Zulauf.

18:22 Uhr: Die Nope-Bewegung hat noch nicht sehr viele Teilnehmer auf dem Theaterplatz versammeln können - es ist sehr übersichtlich. Eigentlich sollte heute Beate Klarsfeld an der Kundgebung teilnehmen. Doch das wurde am Mittag aus gesundheitlichen Gründen abgesagt.

18:15 Uhr: Auf dem Theaterplatz ist die Versammlung von Nope eröffnet worden. Am nahe gelegenen Postplatz sammeln sich derweil die Pegida-Anhänger. (szo)