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Ärger um die Pirnaer Gorkistraße

Die Trasse wurde 2017 neu asphaltiert, nun ist ein Teilstück wieder aufgerissen. Ließ sich das nicht miteinander koordinieren?

Blick in die Gorkistraße in Pirna: Die Stadtwerke verlegen derzeit mehrere Fernwärmeanschlüsse.
Blick in die Gorkistraße in Pirna: Die Stadtwerke verlegen derzeit mehrere Fernwärmeanschlüsse. © Archiv: Daniel Förster

Die derzeit laufende Baustelle der Stadtwerke Pirna auf der Maxim-Gorki-Straße in der Pirnaer Innenstadt hat jetzt Unmut ausgelöst. Die Kritik entzündete sich vor allem an dem Umstand, dass die vor geraumer Zeit hergerichtete Trasse nun wieder aufgegraben ist.

Nach Auskunft der Stadt hätten sich aber die beiden Vorhaben nicht miteinander koordinieren lassen. Das geht aus einer Antwort des Rathauses auf eine Anfrage der Pirnaer Einwohners André Kurth zurück. 

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Er hatte beklagt, dass die Gorkistraße vor etwa drei Jahren saniert und nun erneut aufgerissen worden sei. Er empfinde das nicht als nachhaltig, obwohl sich die Stadt doch das Ziel gesetzt habe, nachhaltig zu arbeiten. Zudem fragte er an, warum in diesem Zusammenhang keine koordinierte Zusammenarbeit möglich gewesen sei.

2017 wurden Flutschäden beseitigt

Nach Aussage des Rathauses seien im Jahr 2017 an der Trasse Schäden der Flut von 2013 beseitigt worden. Die Stadtwerke erneuerten damals einen Mischwasserkanal sowie eine Trinkwasserleitung. Die Stadt ließ den westlichen Gehweg ausbauen und die Gorkistraße neu asphaltieren.

Derzeit verlegen die Stadtwerke auf dem Teilstück der Gorkistraße zwischen Siegfried-Rädel-Straße und der Feldschlösschenkreuzung Fernwärmeleitungen inklusive der Hausanschlüsse für zwei Gebäude auf der östlichen Seite der Gorkistraße. Zugleich werden das künftige Wohngebiet "Sandsteingärten" an der Rädelstraße, die bereits zu Wohnungen umgebaute ehemalige Fensterfabrik Hengst sowie zwei gegenwärtig freie Baufelder an der westlichen Gorkistraße ans Fernwärmenetz angeschlossen. 

Fernwärme-Anschlüsse erst später geplant

Zu dem Zeitpunkt, als die Flutschäden beseitigt wurden, sei nach Aussage des Rathauses diese Verlegung von Fernwärmeleitungen nicht geplant beziehungsweise von den Antragstellern nicht beantragt gewesen. Die Sanierung der Hengst-Fabrik beispielsweise stand zu diesem Zeitpunkt noch bevor, der Startschuss für die Sandsteingärten fiel erst Anfang dieses Jahres. Demzufolge hätten diese Vorhaben 2017 nicht mit umgesetzt und koordiniert werden können. 

Die betreffenden Areale jetzt über Privatgrundstücke fernwärmetechnisch zu erschließen, sei laut Rathaus nicht möglich. Daher sei es notwendig geworden, die Gorkistraße erneut aufzugraben.

Aufgrund der Leitungsdimensionen und der entlang der Straße stehenden Platanen hätten die Fernwärmerohre auch nicht unter dem Gehweg verlegt werden können.

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