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Pirna

Aufbäumen gegen Fremdenhass

Helge Goldhahn aus Pirna hat zur interkulturellen Woche einen besonderen Baum-Rundgang initiiert - der vor allem eines verdeutlichen soll.

Bäume sind in vielen Kulturen verwurzelt. Helge Goldhahn zeigt es an ausgewählten Bäumen in Pirna.
Bäume sind in vielen Kulturen verwurzelt. Helge Goldhahn zeigt es an ausgewählten Bäumen in Pirna. © privat

Wissen Sie, was Franzosen mit Pappeln und Japaner mit Blauglockenbäumen verbindet? Oder das die Rosskastanie über die Balkanroute zu uns kam? Oder dass es ein Pirnaer Baum gar auf eine Nationalflagge geschafft hat?

Antworten auf all diese Fragen hat Helge Goldhahn aus Pirna gesucht, gemündet ist das alles in einem ungewöhnlichen Projekt: der Aktion "kult-ur-baum". Dabei geht es darum, Pirnaer Bäume in verschiedenen kulturellen Kontexten neu zu entdecken. 

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Goldhahn hat dafür eine spezielle Tour durch die Innenstadt zu insgesamt 14 Bäumen entworfen, alle Gehölze sind mit Info-Tafeln gekennzeichnet. 

Bei dem Rundgang will Goldhahn anhand der Bäume erläutern, welche Gehölze hier schon immer zu unserem Kulturkreis gehören und welche als Migranten in der neuen Heimat Wurzeln schlugen. 

Bäume mit und ohne Migrationshintergrund

Die Idee entstand anlässlich der interkulturellen Woche, zu der anstelle des in diesem Jahr ausgefallenen Marktes der Kulturen in Pirna bis Anfang Oktober viele Veranstaltungen stattfinden.  "Ich dachte, von den Bäumen in Pirna sind doch auch einige nicht aus Europa, aber mit den Bäumen ist unser Umgang viel entspannter", sagt Goldhahn. Zudem erschien es ihm als eine gute Möglichkeit, aus der Lebensperspektive eines Baumes über Themen wie Heimat oder Zugehörigkeit zu einer Stadt  nachzudenken. "Dieser größere zeitliche Kontext nimmt für mich etwas von der tagesaktuellen Aufgeregtheit aus den Diskussionen zu Einwanderung und Migration", sagt der Initiator.

Für jede Station steht ein bestimmter Baum, der in seinem kulturellen Zusammenhang vorgestellt wird - beispielsweise der Weihnachtsbaum für Deutschland, die Pappel für Frankreich oder die Linde für Tschechien. Manche der Bäume stammen aus anderen Ecken der Welt, weshalb die Aktion auch den Beinamen "Bäume - Kult(ur)pflanzen mit und ohne Migrationshintergrund" trägt. 

Am 2. Oktober wird Helge Goldhahn selbst den Rundgang begleiten, Treff ist 14 Uhr am Haus Dohnaischer Platz 6 a (Commerzbank) in Pirna, die Tour dauert etwa zwei Stunden. Eine Anmeldung per Mail unter [email protected] ist erforderlich. 

Wer mag, kann die Baum-Route bis einschließlich 4. Oktober auch selbst erkunden, die Flyer mit den Standorten gibt es im Touristservice am Pirnaer Markt, in der Stadtbibliothek und im Internet. 

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