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DRK Pirna baut neue Rettungswache

Rettungswagen sollen künftig auch von Copitz aus starten - damit die Hilfe rascher dort ankommt, wo sie benötigt wird.

Rettungswagen und Einsatzkräfte vom DRK Pirna: Bald noch zügiger am Einsatzort.
Rettungswagen und Einsatzkräfte vom DRK Pirna: Bald noch zügiger am Einsatzort. © Archiv: Marko Förster

Der DRK-Kreisverband Pirna hat seinen Sitz an der Liebstädter Straße im Pirnaer Ortsteil Zehista, ziemlich weit draußen im Südwesten der Stadt. Auf dem Areal befindet sich auch die Rettungswache, üblicherweise starten von hier aus Rettungswagen und ganz oft auch der Notarzt zu Rettungseinsätzen. Das DRK-Zentrum versorgt das gesamte Pirnaer Stadtgebiet notfallmedizinisch, sowohl links- als auch rechtselbisch.

Das ist für die Einsatzkräfte nicht immer leicht zu händeln. Wegen vieler Baustellen in den vergangenen Jahren verzögerten sich die Einsätze oft, vor allem, wenn der Einsatzort nördlich der Elbe lag. Zudem müssen die Rettungswagen auf diesem Weg mehrere Nadelöhre passieren: hinweg über die stark befahrene Bundesstraße 172, dann weiter entweder über die Sachsenbrücke oder die Stadtbrücke, was aber gerade im Berufsverkehr zuweilen schwierig ist.

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Doch hinter den Fahrten steht gehöriger Zeitdruck, um möglichst rasch die Patienten zu erreichen. Gemäß der sächsischen Landesrettungsdienstplanverordnung müssen die Rettungswagen binnen zwölf Minuten am Einsatzort sein.

Schneller beim Patienten sein

Um diese Hilfsfristen einzuhalten oder möglichst kurz zu halten, reiften beim Pirnaer DRK bereits 2014 Pläne, im Stadtteil Copitz eine Rettungswache zu errichten. "Dringendes Ziel war es, den Rettungswagen auf der Copitzer Elbseite schneller beim Patienten zu haben", sagt DRK-Präsident Oliver Wehner. 

In den Fokus geriet zunächst ein Standort neben dem Naherholungszentrum Copitz (NEZ) an der Äußeren Pillnitzer Straße. Im ursprünglichen Bebauungsplan für dieses Gebiet war auf dem Areal zwischen der Jet-Tankstelle und dem NEZ-Parkplatz der Begriff "Rettungswache" vermerkt. 

Ganz unproblematisch war auch dieser Standort nicht. Zwar lassen sich von dort aus über die Ortsumgehung S 177 beispielsweise Graupa, Bonnewitz oder Copitz-West komfortabel und schnell erreichen. 

Auf dem Weg direkt nach Copitz oder in die Ortsteile Posta und Mockethal liegt aber die Doppel-Ampelkreuzung an der Wesenitztalschänke, an der sich der Verkehr oft mächtig staut. Im aktuell beschlossenen Bebauungsplan für das NEZ taucht der Begriff "Rettungswache" nicht mehr auf.

Ehemaliger Bahnübergang an der Lohmener Straße in Pirna-Copitz: Bis Ende 2021 entsteht hier eine neue Rettungswache.
Ehemaliger Bahnübergang an der Lohmener Straße in Pirna-Copitz: Bis Ende 2021 entsteht hier eine neue Rettungswache. © DRK Pirna

Neubau an der Lohmener Straße

Stattdessen konzentriert sich das DRK auf einen anderen Standort: ein Areal an der Lohmener Straße zwischen dem Toyota-Autohaus und der ehemaligen Diskothek "Mufa", dort, wo einst die Bahntrasse von Copitz in die Herrenleite die Lohmener Straße querte. "Gemeinsam mit Landkreis und der Unterstützung der Stadt Pirna konnte der neue Rettungswache-Standort in Pirna-Copitz entwickelt werden", sagt Wehner.

Am 30. Oktober war ursprünglich der erste Spatenstich geplant, wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen fiel der offizielle Akt jedoch aus. "Da auch wir als DRK Vorbild sind, möchten wir die eingeladenen Beteiligten und Amtsträger nicht dem Risiko zusätzlicher Kontakte aussetzen. Es ist schade, dass wir den Baustart nicht gemeinsam feierlich begehen können, aber unser aller Gesundheit steht an erster Stelle", sagt Wehner.

So begannen die Arbeiten im Stillen. Fachleute werden nun zunächst die vorhandenen Kabeltrassen zurückbauen, ehe der Tiefbau startet. 

Der neue Ausrücke-Ort für Rettungswagen ist nach Auskunft des DRK  in der ersten Ausbaustufe so konzipiert, dass dort zunächst ein Rettungsfahrzeug rund um die Uhr stationiert ist. Bei Bedarf kann die Rettungswache auf zwei Rettungswagen erweitert werden. 

Im ersten Schritt verlegt das Pirnaer DRK einen vorhandenen Rettungswagen vom Standort Liebstädter Straße an den Standort Lohmener Straße, sobald das Haus fertig ist. 

Das DRK rechnet mit einer Bauzeit von reichlich einem Jahr. "Schon Ende 2021", sagt Wehner, "soll der Betrieb aufgenommen und die medizinische Versorgung optimiert werden."

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