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Der Preis ist heiß für Pirnas Kultursommer

Die Stadtentwicklung sahnt bei der Kampagne "So geht sächsisch" 5.000 Euro ab - für ein neues Veranstaltungsformat. Es ist der zweite Preis binnen kurzer Zeit.

Es wird heiß: Gabriel, der Feuerengel, wird beim Aktionssommer "#pirnaerleben" am 17. Juli die Gäste in der Pirnaer Altstadt unterhalten.
Es wird heiß: Gabriel, der Feuerengel, wird beim Aktionssommer "#pirnaerleben" am 17. Juli die Gäste in der Pirnaer Altstadt unterhalten. © Paul Tittel

Der zweite Streich folgt sogleich: Das Pirnaer Stadtmarketing, angesiedelt bei der Stadtentwicklungsgesellschaft Pirna (SEP), belegte kürzlich den zweiten Rang beim Dresdner Marketing-Preis.

Und wenig später stehen die Akteure erneut auf dem Siegertreppchen: Bei der Kampagne "So geht sächsisch" des Freistaates Sachsen wurde die SEP ebenfalls als Preisträger ausgewählt.

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Volles Programm beim Palais Sommer
Volles Programm beim Palais Sommer

Dresdens beliebtes eintrittsfreies Festival für Kunst, Kultur und Bildung geht weiter und hat wieder viele Veranstaltungen in der ersten Augustwoche im Gepäck.

Mit dieser Auszeichnung ist ein Preisgeld von 5.000 Euro verbunden, das Geld gibt es für ein neuartiges Projekt.

Stadtfest neu interpretiert

Den Preis, ausgelobt über das Programm "#JetztLokalHandeln", verlieh das Land für das Konzept und die Umsetzung von "#pirnaerleben".

Diese Neuinterpretation des traditionellen Stadtfestes wurde maßgeblich vom Stadtmarketing entwickelt.

Die Jury kürte insgesamt 50 Gewinner aus über 100 Bewerbungen, 85 Bewerber aus 39 Städten hatten an der Kampagne teilgenommen.

Mit dem Preis sollten die kreativsten und innovativsten Konzepte rund um die Öffnung des lokalen Einzelhandels nach dem monatelangen Corona-Lockdown prämiert werden.

Die große Sause zeitlich entzerrt

In Pirna machte man aus der Not eine Tugend: Das große Stadtfest konnte in diesem Jahr wegen der Pandemie nicht in der gewohnten Form stattfinden. Ganz ausfallen sollte es aber auch nicht daher entstand ein neues Format.

Mit "#pirnaerleben" wurde ein Konzept entwickelt, bei dem das Stadtfest quasi räumlich und zeitlich entzerrt wird, um einerseits pandemiegerecht zu feiern und Kultur in Pirnas Gassen zu bringen, und andererseits den Sommer durchgehend mit kleinen künstlerischen Höhepunkten zu gestalten.

So sind im Juli drei verkaufslange Sonnabende mit zahlreichen Kulturinseln geplant, die die historische Altstadt beleben sowie Touristen und Einwohner animieren soll, in die Stadt zu kommen.

Dabei werden etablierte Events wie der Tag der Kunst, die Einkaufsnacht und das Retter-Schauspiel mit eingebunden.

Insgesamt drei Monate feiern

Im August werden dann die Kleinkunstbühne Q24 und das Tom-Pauls-Theater die Stadt kulturell bespielen, ehe im September der zweite Teil von "#pirnaerleben" startet, der mit dem Herbstzauber endet.

Im zweiten Block gibt es zwei verkaufslange Sonnabende, das Ganze wird um die Einkaufsnacht, das Retter-Schauspiel und das Weinfest herum gestrickt.

Mit dem Preisgeld der Kampagne "So geht sächsisch" kann die SEP nach eigenen Angaben das Projekt "#pirnaerleben" in diesem Jahr finanziell unterstützen - und im kommenden Jahr weiterführen.

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