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Pirna erinnert an die Friedliche Revolution

Am Tag der Deutschen Einheit wird an der Hospitalkirche eine Erinnerungstafel aufgestellt. Der Ort ist historisch.

Proteste-Organisator Matthias Piel (rechts), Gäste der Jubiläumsveranstaltung. Aus der Friedensgruppe ging einst das Neue Forum hervor.
Proteste-Organisator Matthias Piel (rechts), Gäste der Jubiläumsveranstaltung. Aus der Friedensgruppe ging einst das Neue Forum hervor. © Daniel Förster

Im Jahr 1989 organisierte Matthias Piel in Pirna die friedlichen Proteste gegen die Zustände in der DDR mit, die zum Ende der kommunistischen Herrschaft führten. Dem folgte die Wiedervereinigung Deutschlands vor 30 Jahren. 

Am Nationalfeiertag am Samstag war Piel einer der Redner der Feierstunde an der Hospitalkirche. 30 Menschen kamen zu dem historischen Ort, an dem sich 1989 die Friedensgruppe St. Marien traf. Aus den Aktivitäten der Friedensgruppe St. Marien entstand das Neue Forum in der Region. Nun erinnert eine Erinnerungstafel an die Ereignisse von damals. Die Fotos dafür stammen von dem mittlerweile verstorbenen Fotografen Klaus Zantke.

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Neben Piel sprachen am Samstag Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke und Stadtrat Sebastian Gilbert (Grüne). Für die musikalische Unterhaltung sorgte Liedermacher Peter Lippert. Er sang mehrere Lieder passend zum Thema – „Eine Fabel von der Lerche und dem Rittersmann“, „Gras“ von Gerhard Gundermann, „Pack mit an “ und „Lass sie rein“.

Unter den 30 Besuchern der Gedenkveranstaltung waren u.a. Thea Jüttner aus der Partnerstadt Remscheid, der ehemalige Kulturamtsleiter Johannes Vetter, der frühere Chef der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus, Klaus Hensel, die Pensionsbetreiber Elvira und Johannes Koll, Stadtführerin Gabriele Körtel, Klaus Fiedler, Koordinator der SPD-AG Euroregion Elbe/Labe, und Friedensrichterin Silke Maresch.

Im Rathaus der Stadt Pirna kommen am Montag, 5. Oktober, von 19 bis 21.30 Uhr Zeitzeugen von damals in einer sogenannten „Lebendigen Bibliothek“, mehreren Gesprächsgruppen, zu Wort. Mit dabei sind Thomas Albrecht, der Hüter der Marienkirche, der über die Rettung der Altstadt erzählt, Klaus Hensel, der von 1990 bis 2010 die Städtepartnerschaften koordinierte, Elvira Koll, Naturschützerin und Gastgeberin, der Journalist und Musiker Fritz Rösler, Günter Tischendorf, Mitglied der SED seit 1962, sowie der ehemalige Bausoldat Martin Walter.

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