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Landkreis SOE: Mehr Eigenmittel für Digitalisierung von Schulen

Der Kreistag muss viel mehr Geld aufbringen, um schnelles Internet in mehrere Schulen zu bringen. Grund: Ein Förderungsantrag wurde abgelehnt.

In elf Schulen des Landkreises SOE soll es bis 2024 in jedem Raum WLAN geben. Symbolbild
In elf Schulen des Landkreises SOE soll es bis 2024 in jedem Raum WLAN geben. Symbolbild © Symbolfoto: Sebastian Schultz

Wie wichtig die Digitalisierung an Schulen ist, hat die Corona-Krise gezeigt. Kaum einer Schule stand die nötige Technik zur Verfügung. Um die Digitalisierung im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge voranzubringen, hat der Kreistag nun einstimmig eine Erhöhung der Eigenmittel um 1,6 Millionen Euro auf 4,2 Millionen Euro beschlossen.

Dazu stehen dem Landkreis durch die Richtlinie Digitale Schulen weitere 3,3 Millionen Euro zur Verfügung. Damit will der Freistaat Sachsen den Aufbau und die Verbesserung der digitalen Infrastruktur unterstützen. Diese sollten für das Weißeritzgymnasium in Freital sowie am BSZ für Technik und Wirtschaft in Pirna genutzt werden. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem ein flächendeckendes WLAN, die Schaffung der technischen Voraussetzungen sowie die Bereitstellung von entsprechenden Geräten, sagt Heiko Weigel, Leiter des Geschäftsbereichs Bau und Umwelt im Landratsamt Pirna.

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Für alle anderen Schulen sollten Fördermittel über eine andere Richtlinie akquiriert werden. Die dafür benötigten Förderanträge wurden jedoch Ende Juni durch die Sächsische Aufbaubank abgelehnt, da die beantragten Maßnahmen nicht Gegenstand der Förderrichtlinie seien.

Profitiert hätten die Berufsschulen in Pirna und Freital sowie das Glückauf-Gymnasium in Dippoldiswalde. Um dennoch die nötige digitale Struktur schaffen zu können, wird der Landkreis die Eigenmittel um fast das Doppelte erhöhen.

Umbau am Weißeritzgymnasium fast abgeschlossen

Für das Weißeritzgymnasium in Freital hat das keine Auswirkungen auf die Finanzierung, denn der Ausbau der Infrastruktur ist fast abgeschlossen. Nach den Herbstferien sollen dort die Server in Betrieb genommen werden, teilt Weigel mit. Mit dem aktuellen Beschluss des Kreistags kann jetzt der Bau am Beruflichen Schulzentrum in Pirna beginnen.

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„Es ist wichtig, hier einen Anfang zu machen“, sagt Lydia Engelmann, Kreisrätin der Grünen und selbst Lehrerin. Auch Ralf Rother, Vorsitzender der CDU-Fraktion, bewertet die Erhöhung der Eigenmittel als positiven Schritt, um die Digitalisierung endlich voranzubringen: „Die Aufgabe der Digitalisierung ist damit natürlich nicht abgeschlossen, sondern wird eine ständige Aufgabe in den nächsten Landkreishaushalten darstellen“.

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"Ziel ist ein flächendeckendes WLAN in allen Schulen", sagt Weigel. Dafür wären nach jetzigem Stand für die Schulen, die in Trägerschaft des Landkreises sind, etwa 9,8 Millionen Euro nötig. Steht das Geld planmäßig zur Verfügung, sollen alle Umbaumaßnahmen bis 2024 abgeschlossen sein. Das wäre ein Jahr früher, als bisher genannt.

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