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Wie sicher ist Pirna?

Mit einer Umfrage ergründet die Stadt derzeit das subjektive Sicherheitsgefühl der Einwohner. Wer den Bogen ausfüllt, kann sogar etwas gewinnen.

Polizeieinsatz im Sommer 2019 nach einem Trinkgelage am Friedenspark: Solche Situationen verhindern, bevor sie entstehen.
Polizeieinsatz im Sommer 2019 nach einem Trinkgelage am Friedenspark: Solche Situationen verhindern, bevor sie entstehen. © Archiv: Daniel Förster

Für die geplante Studie zur Lebensqualität und der gefühlten Sicherheit in Pirna hat die Stadt jetzt einen weiteren Grundstein gelegt. In einem ersten Schritt sollen die Einwohner befragt werden, um die Lebenssituation generell sowie das persönliche Sicherheitsempfinden auszuloten.

Das Rathaus hat dafür am 18. Februar insgesamt 1.100 Fragebögen verschickt, die Unterlagen sind inzwischen in den Haushalten eingetroffen.

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Der Fragebogen umfasst insgesamt 15 Seiten. Der Bogen beinhaltet zunächst allgemeine Fragen zur Lebenssituation, beispielsweise, ob man gern in Pirna wohnt, wie zufrieden man mit der Arbeit des Rathauses ist und wie groß die sozialen Unterschiede in der Stadt sind.

In einem anderen Komplex geht es darum, wie man Kriminalität in Pirna wahrnimmt und damit umgeht. Auch wird ergründet, ob man sich von bestimmten Personen/Personengruppen beeinträchtigt fühlt und sich an bestimmten Orten zu bestimmten Zeiten unwohl fühlt.

Auszug aus dem Fragebogen: 15 Seiten zum Ankreuzen.
Auszug aus dem Fragebogen: 15 Seiten zum Ankreuzen. © Thomas Möckel

Beurteilt werden kann auch die Präsenz und das Wirken der Polizei sowie der kommunalen Ordnungskräfte. Abgefragt werden auch eigene Erfahrungen mit der Kriminalität, beispielsweise, ob man selbst schon einmal Opfer einer Straftat geworden ist.

Ganz speziell im Fokus der Umfrage steht darüber hinaus, wie sich die Corona-Pandemie auf das persönliche Sicherheitsempfinden ausgewirkt hat.

Umfrage endet am 10. März

Für die Umfrage wurden insgesamt 1.100 Pirnaer ausgewählt, grundsätzlich zufällig, aber doch so, dass sie die Bevölkerungsgruppen - beispielsweise nach Altersgruppen, Geschlecht und Stadtteilen - entsprechend widerspiegeln.

Die Analyse der Daten und die Auswertung der Umfrage läuft vollkommen anonym, laut der Stadt lassen sich aus den beantworteten Fragen keine Rückschlüsse auf die Teilnehmer ziehen.

Die Fragebögen können sowohl auf dem Papier als auch online ausgefüllt werden. Für den zweiten Fall haben die Befragten einen persönlichen Zugangscode erhalten. Die Ausfüll-Frist endet am 10. März. Danach wird die Umfrage ausgewertet, Pirna rechnet Ende April/Mitte Mai mit den ersten Ergebnissen.

Wer an der Umfrage teilnimmt, kann sogar etwas gewinnen: Nach Abschluss der Aktion verlost die Stadt unter allen Teilnehmern zehn Pirna-Einkaufsgutscheine im Wert von je 50 Euro.

Kriminalität verhindern, bevor sie entsteht

Die Umfrage dient generell dem Ziel, Präventionsangebote zu entwickeln. Nach Aussage von Stadt und Polizei habe man in den Jahren 2018 und 2019 aufgrund krimineller Vorfälle - beispielsweise gewalttätige Auseinandersetzungen vor dem Rewe-Markt auf dem Sonnenstein oder Zwischenfällen nach Trinkgelagen im Friedens- und Thälmannpark - stets anlassbezogen reagiert, um die Brennpunkte zu entschärfen.

In Zukunft bedürfe es aber einer grundlegenden Strategie, um solche Situationen zu verhindern, bevor sie entstehen. "Letztendlich geht es darum die Kriminalität und die Kriminalitätsfurcht der Pirnaer zu minimieren", sagt Felix Pöhland, Koordinator für kommunale Prävention im Pirnaer Rathaus.

Die Umfrage entsteht gemeinsam mit dem Landespräventionsrat Sachsen und den Firmen Neue Köhler Managementgesellschaft mbH, Berlin, (KMG), Brandenburgisches Institut für Gesellschaft und Sicherheit gGmbH, Potsdam, (BIGS) und der Industrieanlagen Betriebsgesellschaft mbH, Dresden, (IABG).

Dieser gesamte Prozess wird gefördert durch die Landesstrategie Allianz Sicherer Sächsischer Kommunen (ASSKomm).

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