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Pirnaer Klinikum erläuft mehrere Tausend Euro für Behindertensportler

Mit der Aktion „Helios läuft“ sammeln die Krankenhaus-Mitarbeiter viel Geld. Der Erlös fließt in zwei spezielle Projekte.

Von Thomas Möckel
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Spendenübergabe des Pirnaer Klinikums: jeweils 2.500 Euro für zwei Pirnaer Sportvereine.
Spendenübergabe des Pirnaer Klinikums: jeweils 2.500 Euro für zwei Pirnaer Sportvereine. © Daniel Schäfer

Das Helios Klinikum Pirna hat in diesem Jahr erneut Vereine und Sportler mit einem Geldgeschenk überrascht. Damit unterstützt das Krankenhaus vor allem den Behinderten- sowie den Nachwuchssport bei zwei Pirnaer Vereinen.

Zusammengekommen ist das Geld auf ungewöhnliche Weise. Der Klinik-Konzern hatte im Juni dieses Jahres für alle 20 Kliniken der Helios Region Ost abermals die Aktion „Helios läuft“ initiiert. Drei Wochen lang wanderten, liefen oder walkten die Mitarbeiter für einen guten Zweck, denn pro Kilometer wird ein Euro für ein vorher festgelegtes Projekt gespendet. Insgesamt legten die Mitarbeiter dabei knapp 2.000 Kilometer zurück.

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Auch in diesem Jahr wurden die Läufer prominent unterstützt – von der Biathletin Denise Herrmann und dem 15-jährigen Aron Schneider vom VfL Pirna-Copitz, Deutscher Meister im Dreisprung in seiner Altersklasse.

Je 2.500 Euro für zwei Vereine

Das Krankenhaus rundet die erlaufene Spendensumme noch großzügig auf, so übergab Klinik-Geschäftsführerin Dr. Katrin Möller nun zwei Spendenschecks mit einer Summe von je 2.500 Euro an den SV Fortschritt Pirna für den Behindertensport sowie an den Juniorklub des VfL Pirna-Copitz für die Nachwuchsarbeit.

„Sportliche Aktivitäten erfüllen gerade bei Heranwachsenden besonders wichtige Funktionen. Regelmäßige Bewegung stellt frühzeitig die Weichen für einen gesunden Lebensstil, erhöht das Selbstwertgefühl und stärkt damit die seelische Gesundheit“, sagt Katrin Möller. Sport sei wie ein Medikament, nur ohne Nebenwirkungen. Daher freue sich das Klinikum, mit dem erlaufenen „Kilometergeld“ in Pirna den Juniorklub zu unterstützen, der Kindergartenkinder an den Sport heranführt, sowie die sporttreibenden Menschen mit Behinderung.

Fahrt zum Christopher Street Day in Berlin

„Helios läuft“ ist Teil der Aktion „Gesundheit braucht Vielfalt“. Dafür haben sich die Helios Kliniken der Region Ost zusammengetan und eine Reihe von Aktionswochen rund um die Themen Diversität und Nachhaltigkeit gestartet. Schwerpunkte wie Vielfalt, soziales Engagement mit Fokus auf Jugend, Sport und Kultur stehen dabei ebenso im Fokus wie Umweltbewusstsein und Mobilität. Viele Aktionen wenden sich dabei direkt an die Mitarbeitenden und binden diese aktiv ein.

Gestartet wurde im Mai mit Aktionen, die unter dem Motto „Gesundheit braucht Vielfalt“ vor allem die Vielfalt der Mitarbeiter in den Mittelpunkt rückte. „In unserer Klinik arbeiten Menschen unterschiedlichster Herkunft, Religion, Sexualität oder Kultur zusammen“, sagt die Klinik-Geschäftsführerin. Jeder Einzelne sei wichtig, um die Patienten in der Region bestmöglich zu versorgen. Das Klinikum spreche sich aus diesem Grund ausdrücklich für Chancengleichheit unabhängig von Herkunft, ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht, Alter, Behinderung, Religion, Weltanschauung oder sexueller Identität aus. „Es ist unser Anspruch, tolerant und wertschätzend miteinander umzugehen und uns gegen Diskriminierung jedweder Art einzusetzen“, sagt Katrin Möller.

Bei einer weiteren Aktion lag der Fokus auf dem Thema „Arbeiten im Krankenhaus mit einer Schwerbehinderung“. Das Klinikum Pirna stellte dabei die Schwerbehindertenbeauftragte sowie eine Auszubildende vor, die im Beruf mit einer Beinprothese nach einer Unterschenkelamputation täglich ihre Frau steht und überdies privat an Krebs erkrankten Kindern und Jugendlichen Mut macht. Im weiteren Jahresverlauf sind noch etliche weitere Aktionen geplant. So beteiligt sich die Region Ost unter anderem mit einem eigenen Truck am Christopher Street Day in Berlin.