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Pirnas Friedenspark ist preisgekrönt

Die Innenstadt-Oase belegt beim Wettbewerb "Gärten in der Stadt" den ersten Platz - weil sie ein beispielhaftes Vorbild ist.

Der Park gab ihr den Namen: Friedensbank im Zentrum der Pirnaer Innenstadt-Oase.
Der Park gab ihr den Namen: Friedensbank im Zentrum der Pirnaer Innenstadt-Oase. © Daniel Förster

Der neu gestaltete Friedenspark in Pirna ist zum Sieger beim Landeswettbewerb "Gärten in der Stadt" gekürt worden. Die Innenstadt-Oase an der Ecke Breite Straße/Nicolaistraße belegte in der Kategorie "Freianlagen an öffentlichen Einrichtungen - Grünflächen/Parkanlagen/Spielplätze" den ersten Platz.

Der Wettbewerb war bereits zum 11. Mal vom Verband "Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Sachsen" ausgelobt und vom sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie gefördert worden.

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Mit dem Wettbewerb stellt sich der Freistaat Sachsen gegen den allgemeinen Trend, dass innerstädtische Freiräume zunehmend versiegelt werden. Die eingereichten Grünprojekte leisteten daher einen wertvollen Beitrag im Ringen um eine langfristige ökologische Stadtentwicklung. Zudem trügen sie dazu bei, die Lebensqualität zu steigern, die Gesundheit zu fördern sowie geschichtliche Zusammenhänge wiederzubeleben. Darüber hinaus sei Grün in der Stadt nicht nur wichtig für ein lebenswertes Umfeld, sondern es leiste auch einen wesentlichen Beitrag gegen die immer höher werdenden Sommertemperaturen in den Städten - alles Dinge, die der Friedenspark erfüllt.

Vom Trinker-Treff zur Erholungsinsel

"Dieser Preis würdigt die Arbeit aller Beteiligten. In den letzten Jahren ist im Herzen der Stadt ein wundervolles Kleinod entstanden. Der innerstädtische Park belebt auf besondere Weise unsere Innenstadt. Mein Dank gilt all denen, die dazu beigetragen haben und die Tag für Tag dafür Sorge tragen, dass diese Erholungsinsel weiterhin attraktiv bleibt", sagt Pirnaer Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos).

Um die Attraktivität war es in der Vergangenheit allerdings nicht immer gut bestellt. Lange Zeit hatte der Friedenspark den Ruf als Trinker-Treff weg, auch während der Bauphase gab es immer wieder Trinkgelage und teils gewalttätige Konflikte. Die Stadt erließ daraufhin mehrfach ein Alkoholverbot für den Park und angrenzende Bereiche, das letzte galt bis Juni 2020. Seither ist es recht ruhig geworden in dieser Hinsicht, was auch an der recht luftigen Neugestaltung des Parks liegt, der nun kaum noch Verstecke für derartige Gelage bietet.

Wasserfontänen an der Breiten Straße: Attraktion am Friedenspark-Eingang.
Wasserfontänen an der Breiten Straße: Attraktion am Friedenspark-Eingang. © Daniel Förster

Wasserfontänen und Spielplatz locken Besucher

Pirna hatte den Friedenspark in den zurückliegenden Jahren grundlegend umgestalten lassen. Der Stadtrat hatte sich Mitte 2015 für eine von drei möglichen Gestaltungsvarianten entschieden. Sie orientierte sich am historischen Vorbild und sah die klassische Dreiteilung der Anlage vor:

  • Auftakt und Aufenthaltsbereich an der Breiten Straße mit Fontänenfeld
  • Ruhezone in der Mitte des Parks mit Friedensbank
  • Aktivbereich mit Geschichten-Spielplatz im hinteren Teil

Als Attraktionen dienen unter anderem das Wasserfontänenfeld an der Breiten Straße und ovale Pflanzinseln mit Sitzmöglichkeiten. Weitere Elemente, wie Info-Tafeln zur Historie des Parks, Lampen und Sitzbänke mit Lehnen wurden in die Gestaltung integriert. Das längste Sitzmöbel ist die Friedensbank an der Nordseite des Areals.

Der Eingang an der Breiten Straße und die Ruhezone in der Mitte sind nun durch geschwungene Wege so verbunden, dass ein umlaufender Rundweg entstand, der Park sich aber auch zügig diagonal durchqueren lässt. Zudem entstand eine große zusammenhängende und von Bäumen gesäumte Parkfläche im Zentrum. Alle Parkbereiche sind barrierefrei erreichbar.

Der wertvolle Gehölzbestand, vor allem geprägt von alten Bäumen, blieb erhalten und wurde durch neue Bäume und Sträucher ergänzt.

Im hinteren Teil des Parks entstand ein Geschichten-Spielplatz zum Thema Seilerei, weil sich dort einmal ein solcher Handwerksbetrieb befand.

Das Vorhaben kostete insgesamt rund 960.000 Euro und wurde von Bund und Land finanziell gefördert. Seit 2018 ist der Friedenspark fertig umgestaltet.

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