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Pirnas Kampf gegen den Müll-Mief

Im Stadtzentrum dürfen Abfallbehälter nur noch verkürzt rausgestellt werden, damit sie das Ortsbild nicht unnötig verschandeln und die Luft verpesten.

Gelbe Säcke im Sommer 2020 auf dem Pirnaer Markt: Es müffelt und verschandelt das Ortsbild.
Gelbe Säcke im Sommer 2020 auf dem Pirnaer Markt: Es müffelt und verschandelt das Ortsbild. © Daniel Schäfer

In Pirna ist es bereits seit Jahren Usus: Stets vor dem im Abfallkalender genannten Termin stellen Grundstückseigentümer und Mieter die Mülltonnen auf öffentliches Gelände - meist auf Gehwege -, damit der Entsorger den Inhalt flott und ungehindert ins Müllauto kippen kann.

Grundsätzlich gestattet die Sondernutzungssatzung dieses Prozedere. Laut diesem Regelwerk dürfen Hausmüll- und Reststoffbehälter ohne besondere Erlaubnis auf Gehwegen und Parkstreifen für den Zeitpunkt der regelmäßigen Entleerung aufgestellt werden.

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Allerdings geht damit oft ein Problem einher: Regelmäßig vor den Abholterminen steht eine wahre Mülltonnen-Armada auf den Fußwegen, nicht selten müffelt es mächtig aus den Behältern.

Mülltonnen dürfen erst ab 16 Uhr raus

Die Pirnaer AfD-Stadtratsfraktion rügte diesen Zustand schon Ende 2019. "Wer gerade in den Sommermonaten durch Pirna läuft, hat stellenweise den Eindruck, sich auf einer Müllkippe zu befinden", sagt der Abgeordnete Armin Marschall. Mülltonnen würden meist am Vortag der Abholung morgens schon rausgestellt und würden dann den ganzen Tag in der Sonne braten. Teilweise mache sich der Inhalt selbstständig und ergieße sich über die Gehwege.

Die Fraktion forderte daher von der Stadt, die Aufstellfristen zu verkürzen, um vor allem die Geruchsbelästigung zu minimieren.

Dem haben Stadt und Stadtrat inzwischen genüge getan. In der neu beschlossenen und seit Ende 2020 geltenden Sondernutzungssatzung ist geregelt, dass in der sogenannten Zone I Mülltonnen nun erst ab 16 Uhr am Tag vor und bis zum Ablauf des Tages der Entleerung rausgestellt werden dürfen. Die Zone I umfasst das Stadtzentrum und wird begrenzt durch die Obere und Niedere Burgstraße, die Bergstraße, die B 172, die Maxim-Gorki-Straße sowie durch die Brückenstraße und die Elbe.

In der Zone II - sie umfasst alle übrigen Straßen, Wege und Plätze in Pirna - dürfen die Tonnen weiterhin wie bislang am Tag vor der Entleerung bis zum Ablauf des Entleerungstages rausgestellt werden. Diese Zeit ist nicht anderweitig eingeschränkt.

Pirnas Altstadt wird wieder ansehnlicher

Diese beschlossene Neuregelung kommt auch der Stadt sehr entgegen. Gerade als touristisch attraktive Stadt, so heißt es aus dem Rathaus, gelte unser Interesse einem freundlichen und gepflegten Stadtbild, zu dem alle gemeinsam beitragen wollen.

Die verkürzte Aufstellfrist für Mülltonnen im Stadtzentrum helfe nun, die Geruchsbelästigung sowie den unschönen Anblick, welcher das Ortsbild vor allem in der historischen Altstadt beeinträchtige, deutlich zu reduzieren.

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