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Klaus Brähmig will zurück in den Bundestag

Nach Jahren außerparlamentarischer Tätigkeit will der Ex-Abgeordnete um das Direktmandat kämpfen. Aber nicht mehr für die CDU.

Klaus Brähmig freut sich auf die Herausforderung Bundestagswahlkampf.
Klaus Brähmig freut sich auf die Herausforderung Bundestagswahlkampf. © Norbert Millauer

Da ist er wieder! Klaus Brähmig will zurück in den Bundestag. Was sich schon länger angedeutet hatte, bestätigte jetzt der 63-jährige Papstdorfer. "Ich werde als parteiunabhängiger Bewerber und Handwerksmeister für unsere Heimat und ihre Menschen für den Deutschen Bundestag kandidieren", erklärte er.

Von "vielen Bürgern, Freunden und Weggefährten" sei er angesprochen worden, seinen Hut doch noch mal in den Ring zu werfen. Die Menschen hier im Wahlkreis 158 hätten tatsächlich eine bessere Vertretung in Berlin verdient, als es derzeit der Fall ist, so Brähmig.

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Wahlverlierer will noch mal gewinnen

Noch immer hat Frauke Petry das Direktmandat inne. Sie erhielt bei der Wahl 2017, damals noch als Parteivorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), die meisten Stimmen aller acht Kandidatinnen und Kandidaten.

Brähmig verlor von einer Wahl zur nächsten 21,4 Prozent der Erststimmen. Petry holte aus dem Stand 37,4 Prozent. Brähmig war mit 28,8 Prozent nur noch die Nummer zwei und damit sein Bundestagsmandat nach 27 Jahren los.

Sowohl Petry als auch Brähmig hatten enttäuscht ihre Parteien verlassen. Das Ex-CDU-Mitglied Brähmig tat sich damit aber schwer. Während Petry unmittelbar nach ihrer Wahl den Schritt tat und seither als parteilose Abgeordnete im Bundestag sitzt, machte der Papstdorfer erst vergangenes Jahr mit seiner Partei Schluss.

Demut und Respekt vor der Aufgabe

Aktiv blieb er für seine Heimatregion aber auch ohne Mandat. Nach eigenen Angaben hat er seit seinem Abgang aus dem Bundestag mehr als 900 Termine wahrgenommen und dabei "Bürgeranliegen politisch begleitet und Vorgänge ohne eigenen politischen Apparat auf einen Lösungsweg gebracht". Aktuell sieht er sein Hauptanliegen in der Unterstützung all derer, die unter den Auswirkungen der politischen Corona-Entscheidungen leiden oder gelitten haben. "Und da steht wahrlich eine Herkulesaufgabe vor uns!"

Im Laufe seiner Zeit im Bundestag legte Brähmig immer mehr die Distanz zu Politikern anderer Parteien ab. Das macht er nun sogar zu seinem Credo. Er wolle "ohne ideologische oder parteiliche Grenzen nach Lösungen für die Probleme der Menschen hier und in ganz Deutschland" suchen. Mit "Demut und Respekt" will er die Aufgabe angehen.

Als nunmehr Parteiloser muss Klaus Brähmig jetzt etwas mehr als 200 Unterschriften von Unterstützern im Landkreis sammeln. Das ändert sich nun auch, ohne eine Partei im Rücken. Er ist natürlich zuversichtlich, dass das Ziel schnell erreicht ist.

Das ist jetzt seine neue Überzeugung, dass man keiner Partei angehören muss, um ein guter Lobbyist für seine Heimat zu sein. "Die Menschen merken, ob jemand authentisch für seine Heimat kämpft oder für eine funktionierende Ich-AG", erklärt der Elektro-Meister. Zudem sei er immer noch sehr gut vernetzt - in seiner Heimat und in Berlin.

Vier Kandidaten bereits benannt

Wenn Klaus Brähmig die erforderlichen Unterstützungsunterschriften zusammen hat, wäre er der Vierte, der sich zur Bundestagswahl am 26. September um das Direktmandat im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge bemüht.

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Zuvor hatten bereits die AfD Steffen Janich, die Linke André Hahn und die CDU Corinna Franke-Wöller aufgestellt. Hahn hat über die Landesliste seiner Partei bereits einen Sitz im Bundestag inne. Die anderen beiden sind diesbezüglich Neulinge. Die SPD hat zudem angekündigt, dass sie ebenfalls einen eigenen Kandidaten aufstellen wird.

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