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Pirna

Schindlers Liste aus anderer Sicht

Die Schindler-Biografin Erika Rosenberg berichtet online über die persönliche Geschichte der Retter - organisiert von der Pirnaer Aktion Zivilcourage.

Autorin Erika Rosenberg: Mehrere Biografien über Emilie und Oskar Schindler verfasst.
Autorin Erika Rosenberg: Mehrere Biografien über Emilie und Oskar Schindler verfasst. © privat

Der Film "Schindlers Liste" ist längst weltberühmt, der Streifen aus dem Jahr 1993 gewann 1994 sieben Oscars. Regisseur Steven Spielberg erzählt in dem schwarz-weiß gehaltenen Epos die Geschichte des Industriellen Oskar Schindler, der zwar einen ausschweifenden Lebensstil pflegte, gleichwohl aber sein Vermögen und sein Leben riskierte, um zwischen Oktober 1939 und Mai 1945 etwa 1.200 Juden vor dem sicheren Tod in den Gaskammern der Nationalsozialisten zu retten.

Eine kommt dabei allerdings zu kurz: Schindlers Ehefrau Emilie, die ebenfalls zivilcouragiert und mutig für Menschenrechte kämpfte in einer Zeit, in der es eigentlich keine gab.

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So richtig zusammengeführt hat die Geschichte der beiden erst Professorin Erika Rosenberg, eine argentinische Schriftstellerin, Journalistin und Übersetzerin.

Schindlers Nachlassverwalterin

Mit ihr hat nun der Pirnaer Verein "Aktion Zivilcourage" eine besondere Veranstaltung initiiert. In einer Videokonferenz berichtet Erika Rosenberg am 25. Februar über die persönliche Geschichte der Schindlers und klärt dabei auch über die Historie des Nationalsozialismus auf. Nach Aussage des Vereins richtet sich die Veranstaltung gegen das Vergessen unbesungener Helden.

Erika Rosenberg hatte sich 1990 nach dem Tod ihrer Mutter auf den Weg gemacht, ein Stück ihrer eigenen Lebensgeschichte zu erforschen. Dabei lernte sie im selben Jahr Schindlers Frau Emilie in Buenos Aires kennen.

Die beiden wurden Freundinnen. Rosenberg verfasste daraufhin mehrere Biografien über Emilie und Oskar Schindler und recherchierte über deren Helfer und Gegner. Sie wurde Schindlers Erbin und Nachlassverwalterin und begleitete Emilie Schindler bis zu deren Tod am 5. Oktober 2001.

Erika Rosenberg wurde mehrfach geehrt

Als Tochter von nach Argentinien geflohenen jüdischen Holocaust-Überlebenden beschäftigt sich Erika Rosenberg generell mit dem Leben und Wirken stiller Helden und starker Frauen im 20. Jahrhundert. Rosenberg wurde unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Austrian Holocaust Award ausgezeichnet. Sie war auch schon mehrere Male persönlich im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge unterwegs.

Der Online-Vortrag am 25. Februar läuft über die Plattform "Zoom" und beginnt 19 Uhr. Interessierte können über den Link https://us02web.zoom.us/j/85883945905 an dem Vortrag teilnehmen.

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