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Torjägerin stürmt zum Heidenauer SV

Annemarie Hörr schoss 2019/20 die meisten Tore in Deutschland. Für ihren neuen Verein traf die Pirnaerin gleich im ersten Test.

Schießt jetzt Tore für den Heidenauer SV: Annemarie Hörr (re.).
Schießt jetzt Tore für den Heidenauer SV: Annemarie Hörr (re.). © Nico Zeisl

Nach 273 Tagen kehrten die Heidenauer Fußballdamen wieder in den regulären Spielbetrieb zurück. Die Freude war den Landesliga-Kickerinnen beim ersten Testspiel gegen den SV Gnaschwitz-Doberschau (9:1) in jeder Minute anzumerken.

Vor der Partie hatte der HSV die Verpflichtung von Annemarie Hörr bekannt gegeben. Die Pirnaerin stand zuletzt bei den Löbtauer Kickers im Kader. Für Furore hatte die 25 Jahre alte Angreiferin in der aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochenen Saison 2019/20 gesorgt. Hörr war damals in der Kreisunion Dresden in der Spielgemeinschaft Bad Schandau/Lohmen/Graupa aktiv und erzielte 75 Treffer in 14 Punktspielen. Keine andere Spielerin hatte in Deutschland öfter getroffen.

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Nach der Saison war im Rahmen der Aktion „Die Torjägerkanone für alle“ geplant, bei den Frauen die treffsichersten Spielerinnen bis zur 7. Liga mit der Torjägerkanone auszuzeichnen. Alle Siegerinnen sollten zu einem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft mit Rahmenprogramm eingeladen werden. Bis heute wartet Hörr auf eine Einladung: „Inzwischen ist mir die Aktion eigentlich gar nicht mehr wichtig. Corona hat gelehrt, dass andere Dinge im Leben zählen.“

Für den HSV ist Hörr ein Glücksgriff, zumal mit Spielführerin Steffi Kausch bereits eine Torjägerin vorhanden ist. Kausch traf im ersten Test vierfach und war auch am Sonntag in der Vorbereitungspartie gegen die Frauenmannschaft der Spielvereinigung 1899 Leipzig (10:1) erfolgreich. (js)

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