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Pirna

Wieder mehr Anzeigen auf Kurzarbeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist im November stabil geblieben. Es gibt aber weniger freie Stellen als vor einem Jahr.

Agentur für Arbeit und Jobcenter in Pirna.
Agentur für Arbeit und Jobcenter in Pirna. © Egbert Kamprath

Im November blieb die Arbeitslosigkeit im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge nahezu unverändert. Vergleicht man die Entwicklung mit anderen Jahren, ist zu dieser Zeit sonst ein leichter saisonaler Anstieg der Arbeitslosenzahlen zu verzeichnen. Der blieb in diesem Jahr trotz des Corona-Lockdowns aus.

Die Arbeitsagentur im Landkreis sieht dafür hauptsächlich zwei Gründe. Im November ging nochmals die Zahl arbeitsloser Jugendlicher zurück. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie hätten dazu geführt, dass es in diesem Jahr teilweise zu zeitlichen Verzögerungen beim Wechsel von der Schule in die Ausbildung oder von der Ausbildung auf eine Arbeitsstelle gekommen ist.

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Des Weiteren sei die Kurzarbeit ein wichtiges Arbeitsmarktpolitisches Instrument. "Sie sichert viele Arbeitsplätze. Betriebe nutzen das, um ihre Fachkräfte für die Zeit nach Corona an Bord zu halten“, erklärt die Bereichsleiterin Dana Vogt zur aktuellen Arbeitsmarktentwicklung im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Im November zeigten wieder deutlich mehr Unternehmen Kurzarbeit an, als in den Monaten zuvor.

Männer in Sächsischer Schweiz-Osterzgebirge öfter arbeitslos

Im Landkreis waren im November 6.051 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das waren 16 Personen weniger als im Oktober. Die Arbeitslosenquote liegt damit weiterhin bei 4,8 Prozent. Vor einem Jahr gab es im Arbeitsagenturbezirk Pirna 855 Arbeitslose weniger bei einer Quote von 4,1 Prozent.

Männer stellen mit 58,3 Prozent den größeren Anteil der Arbeitslosen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl stärker angestiegen als bei Frauen. Mit einem Zuwachs von 21 Prozent haben es erwerbsfähige Personen im Alter von 15 bis 25 Jahren derzeit offenbar die meisten Probleme auf dem Arbeitsmarkt. Bei den über 50-Jährigen lag die Steigerung dagegen bei 12,4 Prozent.

© SZ Grafik

Beste Jobchancen im Gesundheitswesen

Die größten Chancen, einen Job zu finden, gibt es derzeit in den Branchen Informatik, Naturwissenschaften, Gesundheitswesen, Soziales, Lehre und Erziehung. Insgesamt bewegt sich die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften aber unter dem Vorjahresniveau. Dennoch liegt der Bestand freier Arbeitsstellen mit 815 über dem Stand November 2019, teilt die Arbeitsagentur mit.

Besonders hoch ist die Arbeitslosigkeit in den Branchen Buchhaltung, Recht, Verwaltung, Land- und Forstwirtschaft sowie Geisteswissenschaften. „Der Arbeitsmarkt wird auch weiterhin auf eine harte Probe gestellt. Die Herausforderungen, welche zahlreiche Unternehmen im Landkreis bewältigen müssen, sind immens", erklärt Vogt.

Stabiler Arbeitsmarkt in Sebnitz

Im Vergleich der Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Landkreis gab es im Vergleich zum Vorjahr den größten Anstieg der Arbeitslosigkeit mit 26,5 Prozent in Dippoldiswalde. Trotzdem ist die Arbeitslosenquote mit 3,7 Prozent dort weiterhin am geringsten. Der Abstand zu Freital (4,6), Pirna (5,3) und Sebnitz (4,7) hat sich jedoch verringert.

Auffällig ist, dass es in Sebnitz kaum einen Anstieg zum Vorjahr gibt und sich der Arbeitsmarkt dort offensichtlich stabilisiert hat. Hier ist sogar die Zahl der Langzeitarbeitslosen zurückgegangen, die in den anderen Regionen dagegen angestiegen ist.

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