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Pirna

Zuschuss für Pirnas Notfallseelsorger

Das DRK-Kriseninterventionsteam bekommt Geld vom Landratsamt - weil auch Helfer zuweilen Hilfe benötigen.

DRK-Präsidiumsmitglied Diana Temme (M.), Landrat Michael Geisler (r.), Mitglieder des Kriseninterventionsteams: Finanzielle Hilfe für den Dienst an der Seele.
DRK-Präsidiumsmitglied Diana Temme (M.), Landrat Michael Geisler (r.), Mitglieder des Kriseninterventionsteams: Finanzielle Hilfe für den Dienst an der Seele. © Landratsamt Pirna

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge fördert die ehrenamtliche Arbeit des DRK-Kreisverbandes finanziell. Landrat Michael Geisler (CDU) übergab jetzt an Präsidiumsmitglied Diana Temme und Mitglieder des Kriseninterventionsteams einen Zuschuss von 1.250 Euro.

Das Geld stammt aus dem Ehrenamtsbudget des Landkreises für 2021 und ist für die Arbeit der Notfallseelsorger bestimmt.

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Akuthilfe für Überlebende

Die Mitarbeiter der "Psychosozialen Notfallversorgung" (PSNV) helfen dabei, kritische Lebensereignisse und die damit einhergehenden psychosozialen Belastungen zu bewältigen.

Sie fungieren auch als Ansprechpartner für die psychosoziale Akuthilfe, beispielsweise nach Unfällen für Überlebende, Angehörige, Hinterbliebene oder Zeugen. Ebenso betreuen sie präventiv die Einsatzkräfte vor Ort.

Die aktuell zwölf ausgebildeten Mitglieder der Pirnaer PSNV-Gruppe leisteten im vergangenen Jahr bei 42 Einsätzen Hilfe für die Seele.

"Für das Kriseninterventionsteam steht der hilfsbedürftige Mensch im Mittelpunkt des Engagements. Der respektvolle und würdige Umgang mit Menschen und die Hilfe nach dem Maß der Not, ohne Ansehen der Person und deren gesellschaftliche Stellung, zeichnet die Arbeit aus. Für diese wertschätzende Haltung und die Bereitschaft zuzupacken, gebührt dem Team Dank und große Anerkennung", sagt Geisler.

In die Ausbildung investieren

Den Zuschuss des Landkreises setzt das DRK jetzt dafür ein, um persönliche Schutzausrüstung für das Kriseninterventionsteam zu kaufen sowie um die Einsatzkräfte aus- und fortzubilden.

"Im vergangenen Jahr haben wir mehrere verdienstvolle Helfer in den verdienten Ehrenamtsruhestand verabschiedet und freuen uns, dass wir neue Mitglieder für diese ehrenamtliche Tätigkeit gewinnen konnten. Die Aus- und Fortbildung steht deshalb 2021 im Vordergrund", sagt Diana Temme.

Die rund 200 Mitglieder des DRK-Kreisverbandes Pirna sind ehrenamtlich in der PSNV-Gruppe, in der Wasserrettungsalarmgruppe, dem Sanitätswachdienst, dem Kreisauskunftsbüro, der realistischen Notfalldarstellung, dem Jugendrotkreuz und in der Gemeinschaft "Wohlfahrts- und Sozialarbeit" aktiv.

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