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Pirnaer bereiten nächsten Hilfstransport vor

Per Sattelschlepper und Autos geht es nach Rumänien. Dort erfahren die Deutschen seit Jahren große Dankbarkeit.

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© privat

Von Gunnar Klehm

Pirna. Das war wieder mal der Lohn für die kräftezehrende Anfahrt. Nach über 1 300 Kilometern von Pirna ins rumänische Rupea fanden die Teilnehmer des Hilfstransports Ende vergangenen Jahres viele dankbare Kinder und Eltern vor, die sich über die mitgebrachten Geschenke freuten. „Die Aktion war unter extrem großem Aufwand als Privatinitiative gestartet, um armen Menschen in Rumänien zu helfen“, sagt Michael Krätzig, der Initiator und Vorsitzende des Vereins Europas Kinder Pirna.

Mehrmals im Jahr liefern sie Hilfsgüter nach Rupea, das mitten in Rumänien liegt. Im Dezember musste ein großer Sattelauflieger gechartert werden, weil alte Öfen transportiert werden mussten. Die stammten aus den ehemaligen Roten Kasernen in Pirna. Dort zieht die Evangelische Grundschule ein, für die ein modernes Heizsystem installiert wurde. In Rumänien werden solche Öfen noch händeringend gesucht. „Deshalb haben wir uns sehr gefreut, dass wir die Erlaubnis bekamen, die alten Öfen auszubauen“, sagt Krätzig. Außerdem wurden noch 44 Küchenherde aufgeladen, die mit Holz befeuert werden können. In Rumänien wird darauf dringend gewartet.

Natürlich gingen auch wieder Weihnachtspäckchen mit auf die Reise. Die meisten stellten Spender aus Pirna und Umgebung zur Verfügung, aber auch aus anderen Teilen Deutschlands wurde die Aktion unterstützt. Letztlich kamen 1 595 Stück zusammen, dazu viele Nahrungsmittel, Decken und warme Kleidung. „Für unsere Holzlehrwerkstatt dort nahmen wir auch einen Gabelstapler mit, den wir zukünftig auch zum Entladen der Hilfstransporte nutzen werden“, sagt Krätzig.

Eine Woche lang hatten die Helfer aus Pirna damit zu tun, die Pakete an arme Familien und Kinder zu verteilen. Die Geschichten über deren Armut, Hunger und den Winter haben sie sehr nachdenklich gestimmt. „Viele wollten uns aus Gastfreundschaft etwas anbieten, obwohl sie selber nichts hatten“, sagt Krätzig. Doch die funkelnden Kinderaugen hätten dann für den riesigen Aufwand entlohnt.

Diese direkte Verbindung macht das Projekt offensichtlich so erfolgreich. Der nächste Transport ist schon wieder geplant. Anfang April soll ein 40-Tonner nach Rumänien geschickt werden. „Wir danken allen Spendern, die unsere Projekte mit Geld und Sachspenden unterstützen und uns ihr Vertrauen schenken“, so Krätzig.

Zur Homepage der Aktion