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16.000 Stunden Schweiß für die Kottmarschanze

Vor 50 Jahren wurde die Sportanlage eingeweiht. Sie hatte zwei Väter und zig uneigennützige Helfer.

Von Bernd Dreßler
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Ein Höhepunkt war die Mattenweihe im Juni 1973, zu der die gesamte DDR-Spitzenklasse im Spezialsprunglauf gekommen war.
Ein Höhepunkt war die Mattenweihe im Juni 1973, zu der die gesamte DDR-Spitzenklasse im Spezialsprunglauf gekommen war. © SZ/Archiv
Einige der Erbauer, ganz rechts Christian Bräuer, Zweiter von rechts Weihespringer Edgar Berthold.
Einige der Erbauer, ganz rechts Christian Bräuer, Zweiter von rechts Weihespringer Edgar Berthold. © SZ/Archiv

Was für ein herrlicher Tag auf dem Kottmar, dieser 29. Dezember 1968 – Schnee, die Sonne scheint, wie gemacht für Wintersportler. Erst recht für Skispringer. Denn es gibt sie wieder, die Kottmar-Schanze, die erstmals in den 1930er Jahren ihre Meister gefunden hatte, aber in den 1950er Jahren materialmüde geworden war. Nun ist ein völlig neuer Bakken am Nordhang des Berges emporgewachsen. Das Areal wird an jenem Sonntag fast zur Pilgerstätte. 4.500 Zuschauer kommen, um den Weihesprung zu erleben. Edgar Berthold aus Neugersdorf, einer aus der Schar der ehrenamtlichen Erbauer, hebt vom Schanzentisch ab und – setzt den Premierensprung in den Schnee. Ein böses Omen? Mitnichten. Lothar Pallmer, auch aus Neugersdorf, gewinnt mit 44,5 und 48,5 Metern. Und der Zweitplatzierte Peter Henke aus Sebnitz stellt mit 49 Metern den ersten vom Publikum bejubelten Schanzenrekord auf Schnee auf. Von da an soll die neue Kottmar-Schanze ihre Baumeister noch sehr oft loben – bis in die Gegenwart.

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