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30 Entlassungen zu Monatsbeginn

Gröditz. Die Gröditzer Stahlbetriebe entlassen zum 1. November 30 Beschäftigte. Das ist das Ergebnis von Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Insolvenzverwalter. Die betroffenen Mitarbeiter der Stahlwerke...

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Gröditz. Die Gröditzer Stahlbetriebe entlassen zum 1. November 30 Beschäftigte. Das ist das Ergebnis von Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Insolvenzverwalter. Die betroffenen Mitarbeiter der Stahlwerke Gröditz und der Edelstahl Gröditz werden für etwa zwei Jahre von der Gesellschaft für Beschäftigungsentwicklung und Arbeitsförderung übernommen. "Weitere Maßnahmen zur Kostensenkung folgen, sind aber zunächst einmal zurückgestellt", sagte Betriebsratsvorsitzender Uwe Jahn. Weitere Arbeitsplatzverluste seien aber nicht auszuschließen.
Uwe Ludwig Alheidt, Insolvenzverwalter der Edelstahl Gröditz, machte Verzögerungen beim Verkauf der Stahlbetriebe an die Hamburger Georgsmarienhütte für die Entlassungen mitverantwortlich. Die Zustimmung der EU steht noch aus. "Gröditz schreibt schon lange keine schwarzen Zahlen mehr", so Alheidt. Um aus dem Minus herauszukommen, sei der Arbeitsplatzabbau unumgänglich. Unter der Bedingung, dass der Verkauf der drei Unternehmen an die Georgsmarienhütte irgendwann zustande kommt, "ist damit alles getan, was mittelfristig zu tun ist", so Alheidt gestern gegenüber der SZ.
Über den aktuellen Bearbeitungsstand bei der EU in Brüssel sei derzeit nichts bekannt, so der Insolvenzverwalter. Es habe in den letzten Tagen mehrere Rückfragen seitens der Kommission gegeben, jedoch noch ohne Resultat. Möglicherweise wird die Bundesregierung als Antragsteller der Privatisierung am 9. November vor der Gläubigerversammlung über das Thema berichten, so Alheidt. (SZ/rt/dpa)

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