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30 Polizisten sorgen für die Sicherheit

Am Sonnabend steigt das Kneipen- und Musikfestival zum vierten Mal. Die Bautzener Polizei nimmt an der Party teil - weniger, um zu feiern, als vielmehr um den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu sichern.

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Am Sonnabend steigt das Kneipen- und Musikfestival zum vierten Mal. Die Bautzener Polizei nimmt an der Party teil - weniger, um zu feiern, als vielmehr um den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu sichern. SZ sprach darüber mit Polizeirat Ludwig Chum, dem Leiter des Bautzener Polizeireviers.
Rund 10 000 Gäste erwarten die Veranstalter zum Kneipenfest am Sonnabend. Wie bereiten Sie sich auf den Ansturm vor? Da das Fest bereits zum vierten Mal stattfindet, haben wir schon eine gewisse Erfahrung. Jede Kneipennacht wurde von uns genau analysiert, und daraus haben wir Schlussfolgerungen gezogen. Ich denke, wir sind gut vorbereitet.
Wo setzen Sie Schwerpunkte an diesem Abend? In zwei Bereichen. Sehr wichtig ist der Straßenverkehr. Viele Autofahrer ignorieren einfach die Straßensperrungen. An den Einfahrten zur Altstadt werden die Anweisungen der Politessen oft missachtet. Dort heißt es für uns, Flagge zeigen. Außerdem werden wir an den großen Ausfallstraßen der Stadt mit dem Alkoholtester stehen. Auch die Papiere und den technischen Zustand der Fahrzeuge kontrollieren wir. Bei den vergangenen Festen sind uns sehr wenig Fahrer mit Alkohol aufgefallen. Ich hoffe, das ist wieder so. Der zweite Bereich betrifft den Streifendienst in der Innenstadt. Dort werden Beamte den ganzen Abend unterwegs sein. Wir achten darauf, dass es beispielsweise zu keiner Schlägerei kommt. Auch hier gab es in der Vergangenheit kaum Zwischenfälle. Darüber hinaus werden unsere Polizisten von vielen Besuchern auch nach den Kneipen gefragt. Damit sie auch richtig Auskunft geben können, hat jeder von ihnen einen Veranstaltungsplan einstecken. Insgesamt sind wir mit rund 30 Beamten im Einsatz.
Kaum Zwischenfälle - heißt das, Sie waren mit dem Ablauf der vergangenen Kneipennächte zufrieden? Nein, nicht ganz. Uns fällt auf, dass an diesem Abend viel zu wenig Toiletten aufgestellt werden. Darunter leidet die Sauberkeit in der Stadt. Und natürlich erhalten wir an diesem Abend etliche Anrufe wegen Ruhestörung. Da können wir aber nicht in jedem Falle einschreiten, denn es handelt sich um eine genehmigte Veranstaltung. In solch einem Fall sollte auch mal auf die feiernde Mehrheit Rücksicht genommen werden. Es ist ja nicht möglich, gleich eine ganze Kneipe zu schließen.S.12 Gespräch: Thomas Drendel

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