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Anwohner wollen ruhigere Hafenstraße

Als Schleichweg soll die Straße unattraktiv werden. Dazu haben die Bewohner dem Rathaus einen Vorschlag unterbreitet.

© hübschmann

Von Harald Daßler

Ein Pfeil könnte die Lösung sein. Und die Hafenstraße deutlich entlasten. Würde ein entsprechendes Verkehrszeichen dort, wo die Straße mit der Zscheilaer Straße zusammentrifft, nur noch das Linksabbiegen erlauben, würde die Hafenstraße von allen Autofahrern gemieden, die über sie schneller zur Altstadtbrücke zu kommen glauben.

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Davon ist auch Fedder Paulsen überzeugt – ebenso wie viele Hafenstraßen-Anwohner, sie sich auch um die Sicherheit der Schüler von Franziskaneum und Freier Werkschule sorgen. Sie könnten die Hafenstraße im schlecht einsehbaren Eckbereich zur Zscheilaer Straße gefahrloser queren.

Fedder Paulsen hat den Vorschlag zur Verkehrsberuhigung in einer Runde mit weiteren Anwohnern zu Papier gebracht und ans Rathaus geschickt. Dort soll gründlich geprüft werden, kündigt Bürgermeister Hartmut Gruner an, dem auch das Ordnungsamt und die Verkehrsbehörde der Stadt unterstehen. Gemeinsam mit Vertretern der Polizei werde man sich die Verkehrsströme und Unfallzahlen ebenso anschauen wie mögliche Alternativlösungen, ehe die Verkehrsbehörde der Stadtverwaltung entscheidet.

Ideen für den Lindenplatz

Neben dieser Anregung haben die Anwohner auch Ideen für ein attraktiveres Wohnumfeld aufgeschrieben. Zum Beispiel für den Lindenplatz. Als Tagesmutter kommt Regina Philipp mit den ihr anvertrauten Kindern fast täglich hier vorbei. Und sie ärgert sich über den wenig freundlichen Eindruck, den das an der Hafenstraße gelegene Dreieck bietet. Gesprächen mit weiteren Anwohnern auf der Straße folgten schließlich Treffen. Da sollte es nicht beim Ärgern über die Zustände bleiben. Und so wurden die Ideen aufgeschrieben.

Damit der Lindenplatz seinem Namen gerecht wird, schlagen die Anwohner vor hier zwei Lindenbäume anzupflanzen. „Für die Bepflanzung würden wir Sponsoren suchen bzw. diese in Eigenleistung stellen“, heißt es in dem Schreiben ans Rathaus. Außerdem sollte die Grünfläche innerhalb des Straßendreiecks neu gestaltet werden. Fedder Paulsen, der mit seiner Familie das alte Fährhaus an der Hafenstraße wieder hergerichtet hat und darin eine Pension betreibt, schlägt eine Terrassierung des Platzes vor, um das Geländegefälle aufzunehmen. In Anlehnung an Weinbergsmauern könnten das etwa einen halben Meter hohe Trockenmauern sein. Sie könnten zugleich als Sitzgelegenheiten fungieren. Die zwischen den Mauern verbleibenden Streifen sollten als Pflanzflächen hergerichtet werden. Eine Skulptur des Meißner Künstlers Olaf Fieber, der ebenfalls bei den Hafenstraßen-Runden dabei war, könnte den unmittelbar am Weinwanderweg gelegenen Platz weiter aufwerten.

Die Anwohner unterbreiten der Stadt ein Angebot: Sie würden „die Herrichtung und Gestaltung des Platzes sowie die spätere Pflege der Pflanzflächen in Eigenleistung übernehmen“. Hilfe vom städtischen Bauhof benötigen sie beim Roden und Planieren sowie beim Bereitstellen von Baumaterial.

Katrin Diersche vom städtischen Bauamt freut sich über das Angebot der Hafenstraßen-Anwohner. Sie bereitet gerade ein Papier vor, damit der Bauausschuss sich noch in diesem Monat damit befassen kann. Bis dahin sind aus Verwaltungssicht noch einige Details abzuklären, damit die Initiative der Bürger in die Tat umgesetzt werden kann.