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Arnsdorfer Road Eagle haben ein Rad ab

Bei ihren Raindays startet der Motorradclub in diesem Jahr ein ungewöhnliches Rennen. Auf die Piste gehen Bikes ohne Vorderrad.

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Von Manuela Reuß

In Kleinwolmsdorf gehen am 23. Mai auf dem Gelände des Motoradclubs Road Eagle ein paar wirklich ungewöhnliche Gefährte mit Karacho auf die Piste. Denn die Road Eagle wollen bei ihren 22. Raindays – übrigens eines der größten Bikertreffen im ostdeutschen Raum – eine Meisterschaft austragen: die 1. Unimoto Drag Race.

Dahinter verbirgt sich ein besonderes und in hiesigen Breiten recht seltenes motorsportliches Ereignis. Die Unicycles, die bei diesem Wettstreit an den Start gehen, sind eine Art Motorräder – allerdings ohne Vorderrad. Drag Racing heißt soviel wie Beschleunigungsrennen – also einige Sekunden dramatische Aktion.

Ausgefallener Rennsport

In denen muss der Fahrer die Strecke von 30,48 Meter – also hundert Fuß – schnellstmöglich und fehlerfrei zurücklegen. Zehn streng kontrollierte Regeln sind dabei einzuhalten. Zum Beispiel darf während der Fahrt nichts vor der hinteren Achse den Boden berühren.

Geboren wurde dieser ausgefallene Motorsport übrigens, wie fast alle verrückten Dinge, in den USA. Die Arnsdorfer Road Eagle sind in dieser Sportart seit über zehn Jahren zu Hause. Auch deshalb initierte der Verein das Spektakel verrät Clubchef Mathias Gäbler. „Wir versprechen uns davon, die kleine aber feine Unimoto Szene um neue Teams zu bereichern und den ohnehin spektakulären Dragraicingsport für Jedermann noch spannender und attraktiver zu gestalten.“

Fünf Teams haben sich bisher für den 1.Eagles Cup angemeldet, darunter sogar eins aus Belgien. Und natürlich sind die Gastgeber auch selbst am Start.

Der Cup ist allerdings nicht nur für gestandene Unicycle-Fahrer gedacht. Jeder, der es schafft, ab sofort bis zum Renntermin ein solches einrädriges Gefährt an den Start zu zu bringen, kann sich am Last Minute Ride Award – quasi dem Preis der auf den letzten Drücker Gemeldeten –beteiligen. Allerdings nur wenn das Bike funktionstüchtig ist und den Regeln entspricht. Das heißt zum Beispiel, man muss einen mindestens fünf Jahre alten Motor verwenden. Die Teilnehmer bekommen einen von den Gastgebern gestifteten Preis. Zudem wird unter ihnen ein Sponsorenpreis ausgefahren.

Schon fünf Teams gemeldet

Drei Mann gehören jeweils zu einem Team: ein Fahrer und zwei Helfer bzw. Techniker. Damit sich alle Teilnehmer auch wohl fühlen sorgen die Road Eagle für kleine Annehmlichkeiten rund ums Rennen. Zum Beispiel ein kostenloses Frühstücksbuffet oder sanitäre Anlagen mit Duschen. Außerdem stellen die Arnsdorfer 500 Euro Preisgeld zur Verfügung. Na dann, liebe Freunde des gepflegten Brustbeinbruch’s – so die Ansprache auf den Flyern des Motoradclubs – nix wie ran ans Einrad.

www.unimoto-race.de