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Pirna

Auf der Spur des Rebensaftes

Pirnas Weinfreunde wollen in Copitz ein neues Weinviertel etablieren. Dafür gibt es nun einen besonderen Pfad.

Weinfreunde Andrea Rudolph, Rita Lehmann, Erich Dollinger, Katja Schubert (v.l) und Weinprinzessin Jenny Zumpe (r.) vor der Infotafel: In drei Besenwirtschaften kann man edlen Rebensaft verkosten.
Weinfreunde Andrea Rudolph, Rita Lehmann, Erich Dollinger, Katja Schubert (v.l) und Weinprinzessin Jenny Zumpe (r.) vor der Infotafel: In drei Besenwirtschaften kann man edlen Rebensaft verkosten. © Daniel Förster

Der Verein „Pirnaer Weinfreunde“ treibt seine Idee, der Weinanbautradition zu neuer Blüte zu verhelfen und in den Ortsteilen Copitz und Posta ein Weinviertel zu etablieren, weiter voran. 

Vor Kurzem enthüllten die Rebensaft-Enthusiasten neben dem Infopunkt „Pirna Pause“ am Hauptplatz in Copitz eine neue Informationstafel. Sie ist mit „Pirna Wein“ überschrieben. Auf dem Schild ist Wissenswertes über den Weinanbau in Pirna notiert, überdies soll es Vorübergehende auf das entstehende Weinviertel hinweisen. Und auch das neueste Vorhaben der Weinfreunde ist schon auf der Tafel zu finden: ein Rundwanderweg im Namen der Traube. „Wir hatten uns überlegt, wie wir das Weinviertel noch bekannter machen können. Da kamen wir auf die Idee mit der Tour“, sagt Winzer Wolfgang Winn von den Weinfreunden.

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Der Pfad in Sichtweite der Rebstöcke beginnt am Hauptplatz an einem ganz besonderen Ort: 2017 hatten die Weinfreunde an dieser Stelle einen Sandstein-Obelisken aufgestellt, einen Wein-Stein sozusagen, der den Beginn der Sächsischen Weinstraße markiert. Von dort aus führt der Weg an der Postaer Straße entlang, oberhalb der Straße erstrecken sich mehrere Weinhänge. Damit Wanderer die Trauben nicht nur sehen, sondern auch schmecken können, gibt es gleich drei Einkehrmöglichkeiten: Fast nebeneinander liegen die Besen- und Straußwirtschaften Pech/Martin (Postaer Straße 7), Zisler (Postaer Straße 13) und Schreier (Postaer Straße 15). Die sogenannte Besenzeit geht nach Auskunft von Wolfgang Winn noch bis 29. September. Regelmäßige Öffnungszeiten gibt es nicht, offen ist quasi immer. Wer Lust auf ein Schlückchen vergorenen Traubensaft hat, kann – zumindest an Zislers Weinberg – einfach klingeln.

Wer die Kehlen angefeuchtet hat, kann dann bis zum Hotel „Elbparadies“ weiterwandern, von dort führt der Weinwanderweg steil die Straße „Niederposta“ hinauf, vorbei am Weinlehrbeet, das die Weinfreunde schon vor geraumer Zeit anlegten. Von der Höhe schlängelt sich der Weg hinunter zur Grundstraße und auf der anderen Seite wieder hinauf zum Burglehnpfad, den man bis zum Ende des Rundwanderweges in Copitz gehen kann. Über eine steile Treppe gelangt man zurück zum Hauptplatz. Darüber hinaus planen die Weinfreunde weitere Vorhaben. So soll zum Beispiel künftig neben der Weinsäule eine Sitzbank aus Sandstein aufgestellt werden.

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