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Auf Schienen zum Erfolg

An der Dresdner Windbergbahn kommt erstmals eine neue Vermessungstechnik zum Einsatz. Mit dabei sind auch Dresdner Geodäsie-Studenten.

© steffen füssel, steffen fuessel

Von Christine Reißing

Sieht aus wie ein ganz normaler Geländewagen – ist aber keiner. Der „Railmapper“ fährt zwar auch auf Straßen und Autobahnen. An einem Bahnübergang angekommen, kann sich das Gefährt aber auch auf den Schienen wie ein Zug weiterbewegen. Platznehmen und einfach losfahren können Phillip Ufer und Martin Knewitz trotzdem nicht. Die beiden Studenten der Geodäsie an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden sollen damit ihr Handwerk lernen und mit dem Railmapper auf der Schiene jede Menge Daten sammeln.

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Unter dem Heck verbirgt sich die dazu notwendige Technik. Mithilfe eines terrestrischen Laserscannings können im 360-Grad-Winkel Messdaten erhoben werden. Zusammen mit den Ergebnissen eines GPS-Sensors ergeben sich Geodaten, die sich in einer sogenannten Punktwolke niederschlagen. Die gibt es jetzt auch von der Strecke der Dresdner Windbergbahn. Auf den 5,6 Kilometern zwischen Freital-Birkigt und dem Bahnhof Gittersee wurden über 30 Gigabyte Rohdaten gesammelt. Phillip Ufer und Martin Knewitz werten die Daten im Rahmen einer Projektarbeit aus. „Überall, wo eine neue Bahnstrecke gebaut oder restauriert wird, wird alles komplett vermessen. Das geht mit diesem Gerät jetzt viel schneller“, sagt der 25-jährige Phillip Ufer. Früher hätten die Messgeräte noch manuell auf der Strecke entlanggeführt werden müssen.

Zwei Monate haben die Studenten Zeit, die Ergebnisse des „Railmappers“ auszuwerten. Ziel der Arbeit ist, ein dreidimensionales Geländemodell zu erstellen. Damit können Stellen auf der Strecke ausgewiesen werden, an denen Bäume zu weit auf die Schienen gewachsen sind. Dort machen dann die Mitglieder vom Förderverein für die Windbergbahn den Weg frei.

„Mit dem Projekt können wir Studenten in ein praxisnahes Vorhaben einbeziehen“, sagt Jörg Zimmermann, Professor für Vermessungstechnik an der HTW.