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Ausbau der Schandauer Straße startet heute

Baulärm, Umleitungen und Staus: Auf Anwohner und Autofahrer kommen in Striesen harte Zeiten zu.

Von Tobias Wolf

Heiß ersehnt und doch von vielen gefürchtet: Auf der Schandauer Straße beginnen heute die ersten Arbeiten für die Sanierung des Abschnitts zwischen Junghansstraße und Ludwig-Hartmann-Straße. Bis Ende November will das Rathaus die berüchtigte Holperpiste ausbauen. Vor allem im Bereich der Haltestelle Gottleubaer Straße sind Fahrbahn und Gleise so kaputt, dass nur mit Schrittgeschwindigkeit gefahren werden kann. Durch die tiefen Schlaglöcher drohen Schäden an Stoßdämpfern und Karosserie. Straßenbahnen sind dort ebenfalls auf Kriechfahrt, weil hochstehende Betonplatten sonst die Wagenverkleidungen beschädigen würden. Jahrelang haben die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) deshalb auf eine schnelle Sanierung der Schandauer Straße gedrängt.

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Der Bauplan: Neue Gleise, Asphaltund unterirdische Leitungen

Für das Rathaus ist es das wichtigste Straßenbauvorhaben des Jahres nach der Sanierung der Albertbrücke. Denn Fahrbahn, Gleise und Gehwege werden auf der Schandauer Straße komplett ausgetauscht. Dazu erhält die Magistrale erstmals separate Radwege sowie barrierefreie Haltestellen für Bus und Bahn. Die Beleuchtung zwischen Junghansstraße und Ludwig-Hartmann-Straße wird ebenfalls erneuert. Allerdings gibt es auch einen Knackpunkt.

„Der Umbau der Kreuzung Altenberger Straße/Schandauer Straße stellt eine besondere Herausforderung hinsichtlich der geplanten Bauleistungen und der Verkehrsführung dar“, sagt Baubürgermeister Jörn Marx (CDU). Vor allem in dem Bereich gibt es viele Gewerbetreibende und Händler, die um ihren Umsatz fürchten, sobald die Schandauer gesperrt wird. Weil die Altenberger im spitzen Winkel zur Schandauer verläuft, sei deutlich weniger Platz für die Bauarbeiten vorhanden.

Die Brücke über den Grunaer Landgraben wird abgerissen und komplett neu gebaut. Weil damit gleichzeitig die Fahrbahn abgesenkt werde, könnten Autofahrer aus der Lauensteiner Straße in beiden Richtungen auf die Schandauer Straße abbiegen. Bislang ist das nicht möglich, weil die Brücke die Sicht versperrt.

Die Staugefahr: Wohngebietsstraßen werden zu Hauptverkehrsachsen

Das Rathaus richtet über das Wochenende die erste Umleitungsstrecke ein. Zwischen Pohlandplatz und Junghansstraße ist die Schandauer Straße in beiden Richtungen voll gesperrt. Der Verkehr wird stadtauswärts ab Pohlandplatz über Schlüterstraße, Glashütter Straße und Junghansstraße umgeleitet. In Richtung Zentrum wird ab der Dornblüthstraße über die Wittenberger Straße zur Ermelstraße umgeleitet.

Am Ostende der Baustelle wird die Einmündung der Wittenberger Straße halbseitig gesperrt. Die Umleitungsstrecke führt über die Augsburger Straße und die Lauensteiner Straße. Ab Montag gibt es die erste Änderung. Die Umleitung führt über die Glashütter Straße wird ab der Junghansstraße über Gottleubaer, Schandauer Straße, Voglerstraße, Wittenberger, Altenberger, Kipsdorfer und Berggießhübler Straße zur Wehlener Straße. Stadteinwärts geht es für Autofahrer ab der Schaufußstraße über Kipsdorfer und Altenberger, Wittenberger Straße und die Ermelstraße zurück zur Schandauer Straße.

Die Umleitung: Bahnen umfahren den Striesener Osten weitläufig

Zwischen Junghansstraße und Ludwig-Hartmann-Straße richten die DVB ab heute für die Linien 4 und 10 einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Dieser startet am St. Joseph-Stift und fährt bis zum Tolkewitzer Johannisfriedhof entlang der Umleitungsstrecken. Die Straßenbahnlinie 4 fährt vom Fetscher- über den Schillerplatz bis nach Laubegast und ersetzt die Linie 12, die für die Dauer der Sanierung einen anderen Weg nimmt. Von Leutewitz kommend, fährt sie bis zum Fetscherplatz und von dort als Linie 10 zur Messe.