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Ausstellung Anti-Armeemuseum öffnet im Schloss Decin

Decin. Die Ausstellung „Anti-Armeemuseum“ über das Schloss Decin (Tetschen-Bodenbach) wird mit einer Vernissage am 23. Oktober, 18Uhr, im Schloss eröffnet. Die Ausstellung zeigt das Schloss während der...

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Decin. Die Ausstellung „Anti-Armeemuseum“ über das Schloss Decin (Tetschen-Bodenbach) wird mit einer Vernissage am 23. Oktober, 18Uhr, im Schloss eröffnet. Die Ausstellung zeigt das Schloss während der Benutzung der Militärs von 1932 bis 1991. Nach dem Verkauf des Schlosses durch die Besitzer Thun-Hohenstein an den Tschechoslowakischen Staat 1932 nutzte dieser das Schloss für die Armee als Unteroffiziersschule und als Militärlazarett. Von 1938 bis 1945 residierte dort die Deutsche Wehrmacht. Nach 1945 quartierte sich die Tschechoslowakische Volksarmee ein. Im Jahre 1968 wurde das Schloss von der Okkupationsarmee der „Roten Armee“ besetzt. 16 Einheiten der damaligen Sowjetarmee hinterließen tiefe Spuren des Vandalismus. Als 1991 für kurze Zeit das Schloss geöffnete wurde, konnten sich in- und ausländische Interessenten von der desaströsen Hinterlassenschaft des Sowjet-Militärs überzeugen. Die Direktorin des Schlosses, Iveta Krupickova, teilte mit, dass die Leitung des Schlosses beschlossen hatte, diese Ausstellung ohne Verzug zu konzipieren, weil es immer weniger Zeitzeugen gibt, die über diese Zeiten berichten können. Mit 50000 Kronen wird das Projekt vom deutsch-tschechischen Zukunftsfonds unterstützt. Die Ausstellung befindet sich im Westflügel des Schlosses Decin im Erdgeschoss und ist bis Sommer 2009 zu besichtigen. (fie)

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