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Pirna

Bahntrasse Dresden-Prag: Neue Info-Runde

Für die gigantische Neubaustrecke läuft jetzt das vorbereitende Verfahren. Mehrere Seiten wollen über den aktuellen Stand berichten - in Pirna, Heidenau und Dohna.

Alternativvorschlag der Bürgerinitiative "Basistunnel nach Prag": Eine Volltunnel-Variante wäre am besten.
Alternativvorschlag der Bürgerinitiative "Basistunnel nach Prag": Eine Volltunnel-Variante wäre am besten. © Daniel Förster

Die Deutsche Bahn plant derzeit ein Jahrhundert-Projekt: den teilweisen Neubau der Bahnstrecke Dresden-Prag. Die neue Trasse soll einmal zwischen Heidenau und Pirna von der vorhandenen Bahnlinie abzweigen und dann größtenteils in einem gigantischen Tunnel - mindestens 25 Kilometer lang - unter dem Erzgebirge hindurch bis Tschechien führen. 

Das beabsichtigte Ziel: Die neue Strecke soll das Bahn-Nadelöhr im Elbtal zwischen Pirna und Tschechien umgehen, die Fahrzeit von Dresden nach Prag soll sich auf etwa eine Stunde verkürzen, die stark befahrene Elbtalstrecke soll vor allem vom Güterverkehr entlastet werden - und somit auch die lärmgeplagten Anwohner.

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Die Planung für das Vorhaben steht noch recht weit am Anfang, derzeit läuft das sogenannte Raumordnungsverfahren bei der Landesdirektion. Dabei prüft die Behörde, welche möglichen Korridore für die Strecke in Betracht kommen. Eine Vorzugsvariante gibt es dann noch längst nicht. Betrachtet werden derzeit insgesamt sieben Varianten - darunter welche, die erst ein Stück oberirdisch und dann im Tunnel verlaufen und welche, die komplett im Tunnel verlaufen. Diese sogenannten Volltunnel-Varianten wurden anfangs nicht von der Bahn, sondern von der Dohmaer Bürgerinitiative "Basistunnel nach Prag" ins Spiel gebracht, weil die Dohmaer keinen Ausweichbahnhof vor der Tunneleinfahrt unweit des Orten haben wollten und es als sinnvoller erachten, die Trasse komplett durch den Tunnel zu führen. Diese Alternativrouten werden jetzt ebenfalls mit untersucht.

Bei dem aktuell laufenden Raumordnungsverfahren sind jetzt auch wieder die Bürger gefragt: Die Unterlagen liegen bis 28. Februar in den Stadtverwaltungen Altenberg, Heidenau, Pirna, Bad-Gottleuba-Berggießhübel, Liebstadt, Dohna sowie in den Gemeinden Dohma und Bahretal öffentlich aus. Anwohner können in dieser Zeit Anregungen, Bedenken und Hinweise zu dem Bahnprojekt formulieren. 

Darüber hinaus wollen in Kürze mehrere Seiten die Öffentlichkeit erneut über den aktuellen Stand des Verfahrens informieren. Die Bürgerinitiative "Basistunnel nach Prag" will darüber hinaus Interessierten schildern, wie sie sich jetzt am Verfahren beteiligen können. Alle Interessierten sind zu den Veranstaltungen willkommen.

Hier die Termine im Überblick:

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Die Entscheidung über die endgültige Trasse fällt erst in vier Jahren. Bis dahin soll es eine offene Diskussion geben.

  • 13. Januar 2020: 18 Uhr, Hotel "Zur Post", Pirna-Zehista, Liebstädter Straße 30, Info-Abend der Dohmaer Bürgerinitiative "Basistunnel nach Prag"
  • 22. Januar 2020: 16.30 bis 19 Uhr, Ratssaal in Dohma, Zum Heideberg 18 (Info-Runde der Bahn)
  • 27. Januar 2020: 16.30 bis 19 Uhr, Christuskirche Heidenau, Rathausstraße 6, Info-Runde der Bahn
  • 28. Januar 2020: 16.30 bis 19 Uhr, Pirna, großer Ratssaal im Rathaus, Am Markt 1/2, Info-Runde der Bahn

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