merken
PLUS

Radeberg

Bauhof beseitigt Trampelpfad

In Arnsdorf ist ein neuer Gehweg entstanden. Den wünschten sich die Bürger schon lange.

Rico Grohmann (r.) und Matthias Liebold vom Bauhof der Gemeinde Arnsdorf legen letzte Hand an den neuen Verbindungsweg zwischen der Straße Am Stockteich und der Mozartstraße an.
Rico Grohmann (r.) und Matthias Liebold vom Bauhof der Gemeinde Arnsdorf legen letzte Hand an den neuen Verbindungsweg zwischen der Straße Am Stockteich und der Mozartstraße an. © Steffen Unger

Arnsdorf. Manchmal brauchen Dinge eben ihre Zeit. Davon können die Anwohner an der Kleinwolmsdorfer Straße in Arnsdorf ein Lied singen. Während sich dort die Bauarbeiten an sich immer weiter in die Länge ziehen, hat es an einer anderen Stelle im Ort zwanzig Jahre gedauert, bis überhaupt angefangen wurde zu arbeiten.

Gemeint ist der Verbindungsweg zwischen dem 1995 entstandenen Wohngebiet am nördlichen Ende der Weststraße und der Mozartstraße. Wer auf diesem Weg vom Wohngebiet in den Ortskern und weiter zum Bahnhof laufen wollte, bekam bei Regen feuchte und vor allem schmutzige Füße. Denn der unbefestigte Trampelpfad von der Straße Am Stockteich über eine Grünfläche hin zur Mozartstraße hat sich dabei jedes Mal in Schlamm verwandelt. Sehr zum Ärger der Anwohner und Schulkinder, die den kurzen Verbindungsweg häufig benutzen.

Anzeige
Vier spannende Berufe warten auf Dich
Vier spannende Berufe warten auf Dich

Du möchtest im Labor tüfteln, magst Präzision und Nachhaltigkeit? Dann bewirb dich noch bis 5. Juni für eine Ausbildung im Fraunhofer-Institut FEP!

Entsprechend oft seien in der Gemeindeverwaltung Beschwerden über dessen Zustand eingegangen, erzählt Bauhofleiterin Kathrin Thiemig. Passiert ist trotzdem viele Jahre nichts. Zwar gab es bereits im Jahr 2012 Planungen, den Weg zu befestigen, doch in der Folge waren immer andere Projekte wichtiger. „Im Jahr 2017 hat die Bürgermeisterin dann auf den gepflasterten Ausbau des Fußweges gedrängt“, sagt Thiemig.

Auf Leitungen im Boden gestoßen

Bis zum Baubeginn hat es dann allerdings immer noch ein Jahr gedauert. Im Herbst vergangenen Jahres wurde dann mit dem ersten Bauabschnitt begonnen, ehe die Arbeiten Ende November in die Winterpause gegangen sind. In diesem Frühjahr sei dann mit dem zweiten Abschnitt begonnen und der komplette Rest auf der Seite fertiggestellt worden, sagt die Bauamtsleiterin. Weil die Mitarbeiter des Bauhofs in diesem Bereich allerdings auf vorhandene Medien-, Gas- und Stromleitungen sowie auf eine Hydrantenleitung gestoßen sind, sei die Arbeit dort kompliziert gewesen. So musste beispielsweise die Hydrantenleitung in Zusammenarbeit mit dem Trinkwasserzweckverband Bischofswerda-Röderaue erneuert werden.

Beim Bau des Fußweges habe der Bauhof auch an sich selbst gedacht, gibt Thiemig zu. Deshalb ist dieser etwas breiter ausgefallen, was dem Bauhof im Winter die Arbeit erleichtert. Denn so können die Mitarbeiter den Schnee mit dem Traktor beräumen. Um zu verhindern, dass auch Autofahrer auf die Idee kommen, den Weg als Abkürzung zu nutzen, versperrt ein Poller die Durchfahrt.

Bis der Winterdienst über den Weg fahren muss, ist zum Glück noch etwas Zeit. In der kann sich auch die Wiese neben dem Gehweg weiterentwickeln. Wie die Bauhofleiterin erklärt, soll diese zu einer Blühwiese für Insekten werden. Weil die Entscheidung dazu aber erst im April getroffen wurde, sei von den Blüten derzeit noch nichts zu sehen.

Insgesamt hat die Befestigung des Verbindungswegs die Gemeinde rund 30 000 Euro gekostet. Dieser Betrag wurde 2018 in den Haushalt eingestellt und wird von der Gemeinde Arnsdorf selbst finanziert.

Im Bauhof ist man sich sicher, dass es gut angelegtes Geld ist. „Der entstandene Fußweg ist eine sehr positive Bereicherung für die Bürger in Arnsdorf, gerade jetzt, wo auch die in der Nähe liegende Teichstraße neu und schön geworden ist“, sagt Kathrin Thiemig.

Mehr zum Thema Radeberg