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Baute "Spatzenbaum"

Der 74-jährige Radebeuler Richard Nitzsche ist eigentlich eine Frohnatur. Er wurde 1926 in Radebeul geboren und hat sein Leben lang hier gelebt. Seine Frau holte er sich aus Dresden und die Ehe der beiden...

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Der 74-jährige Radebeuler Richard Nitzsche ist eigentlich eine Frohnatur. Er wurde 1926 in Radebeul geboren und hat sein Leben lang hier gelebt. Seine Frau holte er sich aus Dresden und die Ehe der beiden steht mittlerweile nun schon jenseits der magischen Zahl 50. Im vergangenen Jahr feierten die beiden die "Goldene Hochzeit". Dass die Nitzsches vierfache Großeltern und schon zweifache Urgroßeltern sind, ist ihnen keine Last, eher Lust. Die Urenkel Vanessa und Maximilian jedenfalls gehen in die Kindertagesstätte "Radebeuler Spatzen" in der Weststraße.
Beiden sind ganz besonders stolz auf ihren Uropa. Fertigte der doch in eigener Werkstatt den namensspendenden "Spatzenbaum" für ihren Kindergarten. Ohne Honorar, einfach so, aus Spaß an der Sache und weil er doch schon immer gern gedrechselt und gebastelt habe, meint Richard Nitzsche dazu.
Der gelernte Maschinenbauer, der die eine Hälfte seines Berufslebens in der Planeta Radebeul und die zweite in der Flugzeugwerft Dresden-Klotzsche verbrachte, war schon immer ein Freizeitbastler. Sein wirkliches Hobby war der Flugmodellbau. Doch gedrechselte Kerzenständer und Weihnachtsfiguren waren in der DDR nun mal ein Renner. Und so trugen viele Freunde, Bekannte und Kollegen dann so manches Stück aus Nitzsches Hobbykeller stolz nach Hause.
Heute ist das alles in den Läden im Überfluss vorhanden. Richard Nitzsche aber kann vom Basteln und vom Drechseln nicht lassen. So entstand auch der Spatzenbaum.
Die Menschen in Richard Nitzsches Umgebung jedenfalls meinen, er solle möglichst 200 Jahre alt werden, "weil er doch überall gebraucht werde". Gibt es ein besseres Lob? (wz)

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