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Bautzen: Neuer Ausweis nur mit Termin

Während Corona konnten die Meldeämter im Landkreis nicht wie gewohnt arbeiten. Danach gab es einen Antragsstau. So ist die Lage jetzt.

Was erwartet Frau Mustermann, wenn sie einen neuen Personalausweis braucht? In Bautzen muss sie sich zunächst einen Termin beim Einwohnermeldeamt holen. Andere Orte handhaben es ähnlich.
Was erwartet Frau Mustermann, wenn sie einen neuen Personalausweis braucht? In Bautzen muss sie sich zunächst einen Termin beim Einwohnermeldeamt holen. Andere Orte handhaben es ähnlich. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Ein neuer Personalausweis dauert etwa drei Wochen, ein Reisepass etwas länger - diese Wartezeiten muss einkalkulieren, wer so ein Dokument braucht. Der erste Weg dafür führt ins zuständige Einwohnermeldeamt. Doch wegen Corona legten auch diese Ämter seit Mitte März eine Zwangspause ein. In einigen Orten gab es dadurch einen Antragsstau. Ist der inzwischen abgearbeitet oder muss jemand, der neue Dokumente benötigt, lange Wartezeiten einplanen?

Für Bautzen gibt Markus Gießler, der das Büro des Oberbürgermeisters leitet, Entwarnung. Hier vergibt das Einwohnermeldeamt Gesprächstermine, so dass es zu keinen Staus in der Wartezone  kommt. Auf diese Weise habe auch ein Rückstau bei neuen Dokumenten vermieden werden können. Auf einen Personalausweis müssten die Antragsteller derzeit drei Wochen warten, auf einen Reisepass vier Wochen - das sei auch vor Corona schon so gewesen, erklärt Gießler.

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In Pulsnitz ist das Einwohnermeldeamt seit Ende April wieder geöffnet, zeitweise mit Terminvergabe. "Nach der Öffnung konnten natürlich nicht gleich allen Termine am ersten Tag eingeräumt werden", berichtet der zuständige Fachbereichsleiter Kay Kühne. Die "gewisse Wartezeit" hätten die Bürger überwiegend akzeptiert - aber nicht alle. Es habe "verbale Entgleisungen" gegeben, sagt Kühne. 

Bürger nehmen Terminvergabe positiv auf

Auch das Kamenzer Einwohnermeldeamt habe ein Terminsystem eingeführt, berichtet Stadtsprecher Thomas Käppler. Dieses Arbeitsregime sei von den Bürgern positiv aufgenommen worden. In Bischofswerda konnten zeitweise keine Anträge auf Personalausweise oder Reisepässe angenommen werden, sagt die zuständige Service-Chefin Marion Ludwig. Aber in dieser Zeit bestanden ja wegen Corona ohnehin Reiseverbote.

Im Einwohnermeldeamt Königsbrück, das außer für die Kleinstadt auch für die Gemeinden Laußnitz, Neukirch und Schwepnitz zuständig ist, gab es zwar einen  Bearbeitungsstau. Aber er hielt sich "in Grenzen", erklärt Ramona Häser vom Meldeamt. Die Wartezeit auf ein neues Dokument sei im Moment "nur ein paar Tage länger als im Normalbetrieb". In Wilthen hätten sich die Bürger auf die veränderte Situation eingestellt, berichtet Bürgermeister Michael Herfort. Die Nachfrage nach neuen Dokumenten war gering.

Kfz-Zulassungsstelle: Bestellsystem bleibt

Wer eine Fahrerlaubnis beantragen oder abholen will, muss dafür mit dem zuständigen Amt des Landratsamtes keinen Termin vereinbaren. Überhaupt könnten die Bürger seit dem 1. Juli im Landratsamt zu  den Sprechzeiten wieder ohne Termin erscheinen, sagt Sprecherin Cynthia Thor.

Für einen Bereich aber wird es bei der Praxis der Terminvergabe bleiben, erklärt die Sprecherin: "Für die  Kfz-Zulassungsstellen an allen drei Standorten in Bautzen, Kamenz und Hoyerswerda hat sich das Bestellsystem aus Sicht der Verwaltung bewährt." Termine für die Kfz-Zulassung können über die Internetseite des Landkreises oder ausnahmsweise auch telefonisch reserviert werden.

Einen Bearbeitungsstau gab es hier: Im Januar und Februar - also vor Corona - wurden pro Woche etwa 1.500 bis 1.800 Zulassungen, Abmeldungen, Datenänderungen und ähnliche Fälle bearbeitet. Seit Mai sind es mehr als 2.000 pro Woche. 

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