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Biber knabbert Straßenbäume an

Auf seiner Nahrungssuche hat ein Biber drei Bäume an der Postaer Straße angenagt. Einer Pappel droht nun die Fällung.

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Silke Wagner staunte nicht schlecht. Als sie ihre Tochter am Donnerstagnachmittag von der Schule abholte, entdeckte sie auf der Postaer Straße auf Höhe der Pension Villa Hennes eine Pappel mit deutlichen Nagespuren. Ein Biber war hier ganz offensichtlich auf Nahrungssuche. Das ist nicht ungewöhnlich, sagt Gottfried Kohlhase vom Naturschutzbund. Der Biber findet kaum noch Grünfutter und beginnt jetzt, sich von Baumrinden zu ernähren. Er gilt als Feinschmecker. Die trockene, alte Rinde am Fuß des Baumstammes hat zu wenige Nährstoffe. Er fällt die Bäume, um an die wesentlich nahrhaftere Rinde zu kommen, die die jungen Triebe umschließt. Die Pappel in der Postaer Straße war dabei offensichtlich eine Nummer zu groß für den Nager. Zumal eine Leitplanke verhindert, dass er den Baum rundherum bearbeiten konnte. Mitarbeiter des Ordnungsamtes haben sich den Baum, der unmittelbar an der Straße steht, gestern angeschaut. „Wir lassen die Standsicherheit prüfen und entscheiden dann, was aus dem Baum wird“, sagt Pirnas Stadtsprecher Thomas Gockel. Bei der Kontrolle wurden auf Privatgrund zwei weitere Bäume mit Nagespuren gefunden. Biberexperte Kohlhase rät, die Bäume einen Meter hoch mit engem Maschendrahtzaun zu schützen. (SZ/ik)

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