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Bienenfleiß in Schlauroth

Der Ortschaftsrat will den Trimm-dich-Pfad erweitern. Als Bienen-Lehrweg soll er künftig auch dem Naturschutz dienen.

Von Ralph Schermann

Begeistert hob Petra Schröter die Arme nach oben. Wie in einer überdimensionalen Bienenwabe stand sie im Eingang zu einem ganz besonderen Lehrpfad. In Hollersbach war das, in Österreich.

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Als ihr Mann Jens bei dieser Wandertour in den Alpen das Motiv fotografierte, musste er als Initiator des Schlaurother Trimm-dich-Pfades noch an etwas anderes denken – an einen kurz zuvor gesehenen Dokumentarfilm. „More than honey“ hieß der und berichtete vom beginnenden weltweiten Aussterben der Bienen – und damit der Menschen, denn mehr als ein Drittel unserer Nahrungsmittel wären ohne Bienen-Bestäubung nicht vorhanden. „Oft sind es solche, zufällige Momente, die zu Projekten inspirieren“, begann Jens Schröter einen kurzen Bericht im Ortschaftsrat, als er vom Urlaub zurück war. Die Räte ließen sich von seinem Staunen über den Hollersbacher Pfad mitreißen: Auf 15 Stationen wird dort das Thema Bienen, Imkerei und Natur nicht nur dargestellt, sondern mit interaktiven Elementen begleitet. Da gibt es Exponate zum Anfassen, zum Bewegen, zum Bestaunen. Jens Schröter überzeugte die Ortschaftsräte, sich nicht nur über den mehr als erwartet gut genutzten Schlaurother Trimm-dich-Pfad zu freuen, sondern diesen auch für Nicht-Sportler zu erweitern. Einstimmig griffen die Räte die Idee auf, Planungen sofort in Angriff zu nehmen. Künftig könnte es am Kirchweg zur Landeskrone einen gemeinsamen „Trimm-dich- und Bienen-Lehrpfad“ geben. Bis Januar soll Jens Schröter Vorschläge für mögliche neue Stationen und Wegführungen als Konzept einreichen. Der ortsansässige Imker Peter Bengsch sicherte seine Mitarbeit zu und hat schon Ideen, welche Sträucher am Besten zum neuen Pfad passen. Auch ein „Schau-Bienenstock“ soll nicht fehlen. Ortsvorsteher Bernd Wünsche schwebt bereits eine Blumenwiese als „Bienenweide“ vor. Und neben Bienenschau und Trimm-Sport ist auch noch an Kinderspielgeräte gedacht, zum Beispiel Wippen oder Schaukeln. „Spiel, Sport und Natur werden den Pfad noch attraktiver machen“, ist Bernd Wünsche überzeugt.

All das kostet freilich Geld. Aber Jens Schröter sieht das gelassen: „Wenn die Erweiterung mit dem gleichen Engagement und auch wieder mit finanzieller Unterstützung von Sponsoren und Helfern angegangen wird, haben wir bestimmt gute Chancen.“ Ob allerdings tatsächlich schon 2014 alle seine Ideen Realität werden, ist ungewiss. Der engagierte Ortschaftsrat hat sich dies dennoch als Ziel gesetzt.