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Bilder alter Bauernhöfe für Ausstellung gesucht

Geschichte. Historische Malerei soll in einem Katalog erfasst werden.

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Wenige deutsche Landstriche können so einen Fundus an Hofmalerei nachweisen wie die Lommatzscher Pflege. Oft wirken diese Bilder, als sei in ihnen das Biedermeier stehen geblieben oder besser in eine naive anrührende Ausdrucksweise abgesunken. Sie wirken wie die klaren Linien der Bauanleitung eines Spielzeugbauernhofes. Es könnte ein wesentlicher Grund dafür gewesen sein, weshalb man lange Zeit an ihnen festhielt und sie nicht durch billigere Fotografien ersetzte.

Einen dieser bedeutendsten Hofmaler dieser Zeit soll nun besondere Aufmerksamkeit zuteil werden. Es ist Anton Hahn (1865 - 1929), der mit seinen elf Kindern anfänglich in Burgstädt bei Chemnitz lebte und ab 1909 in Langenleuba-Niederhain bei Altenburg wohnte. Die ersten datierten Malereien stammen aus dem Jahr 1904. Die meisten Bilder seines Schaffens sind mit dem Signum „Anton Hahn und Söhne“ versehen.

Gesucht werden für eine einmalige Ausstellung in der Lommatzscher Pflege die Eigentümer von Bauernhofbildern, Leute, die noch im Besitz von Malereien der Künstler Max, Anton oder Karl Hahn bzw. Hofbilder anderer Maler wie dem Hofbildmaler C. Schneider sind. Sollte eine umfangreiche Ausstellung gelingen, wird dieses Material fotodokumentarisch aufgearbeitet und in einem Katalog zusammengefasst. (SZ)

Kontakt: Axel Heinze 03521/72 57 30; [email protected]; Dirk Winkler 0 35 21/72 57 65.