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Blick über den Brillenrand

Tabea und Henry Faust haben die Kunden ihres Optikergeschäfts nach der Zufriedenheit befragt. Das Ergebnis hat sie überrascht.

Seit 1992 ist Augenoptik Faust in Großenhain präsent, hat seitdem viele Trends bei Sehhilfen erlebt. Die Inhaber Henry (Foto) und Tabea Faust wollten jetzt bei einer Umfrage wissen, ob sie „mit der Zeit gehen“.
Seit 1992 ist Augenoptik Faust in Großenhain präsent, hat seitdem viele Trends bei Sehhilfen erlebt. Die Inhaber Henry (Foto) und Tabea Faust wollten jetzt bei einer Umfrage wissen, ob sie „mit der Zeit gehen“. © Kristin Richter

Von Thomas Riemer

Großenhain. Brille gehört zur Mode!“ Das Credo von Tabea Faust ist eindeutig. Wie ein Schuhverkäufer bei seinen Kunden zuerst auf die Füße schaut, geht der Blick der Inhaberin des Optikergeschäftes auf der Mozartallee zuerst auf das Gesicht des Gegenübers. Seit 1992 betreiben Tabea und Henry Faust ihr Geschäft. Die Anliegen der Kunden sind klar strukturiert: „Ich möchte eine neue Brille. Was würde das kosten?“ Die Reaktion bei Fausts ist ebenso eindeutig: „Eine Brille muss nicht teuer sein“, so Tabea Faust. Deshalb werden Beratung und Kundenwunsch im Alltagsgeschäft riesengroß geschrieben. Für zahlreiche, vor allem ältere Menschen sei das Ladengeschäft zudem ein Ort, wo man auch mal über andere Probleme reden kann, ergänzt Henry Faust. Mit viel Geduld und Augenmaß im doppelten Wortsinn stellt sich das Team auch solchen Herausforderungen.

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Eine entscheidende Frage

och wie zufrieden sind die Kunden nun mit dem Faust‘schen Service? Die Eigentümer wollten es genau wissen und beteiligten sich im Herbst 2018 an einer Umfrage, initiiert vom Augenoptikerverbund IGA OPTIC. An rund 1.600 Kunden wurde ein Fragebogen verschickt. Wie sind Sie auf unser Geschäft aufmerksam geworden? Wie gefallen Ihnen Ambiente und Atmosphäre im Geschäft? Wie beurteilen sie das Preis-Leistungs-Verhältnis? 13 Fragen sollten die Teilnehmer beantworten. Die Entscheidende: Würden sie uns weiterempfehlen?

Vom Resultat sind Tabea und Henry Faust doppelt überrascht. Denn immerhin schickten fast 35 Prozent der Angeschriebenen den ausgefüllten Bogen zurück. Und: „99 Prozent antworteten, dass sie uns weiterempfehlen wollen“, so Henry Faust. „Daraus schlussfolgern wir, dass unser Weg gut ist“, ergänzt er und schmunzelt.

Nach 26 Jahren sei es an der Zeit gewesen, sich dem Kundenvotum erstmals auf diese Weise zu stellen. „Man wird ja im Laufe der Zeit in gewisser Weise etwas betriebsblind“, sagt Tabea Faust. Denn das Brillengeschäft ist eins, in dem Anbieter wie auch Kunden mit der Zeit gehen, sich Trends und Entwicklungen stellen. Für die Optiker bedeutet dies, in regelmäßigen Weiterbildungen und Schulungen die aktuellen Entwicklungen kennen- und beherrschen zu lernen.

Von Kunststoff zu Metall

Derzeit gehe der Trend zum Beispiel weg von Kunststoffbrillen, dafür sind eher dünne, farbige Fassungen aus Metall gefragt. Die Qualitätsansprüche an die Sehhilfe sind riesengroß – schließlich ist gutes Sehen ja einer von vielen Wohlfühlaspekten und Ausdruck hoher Lebensqualität. Eine Erfahrung bei Augenoptik Faust: Nicht die erste Brille, die jemand in Auftrag gibt, ist entscheidend. Sondern die Frage, ob später auch die zweite oder dritte hier bestellt wird.

„Wir wissen jetzt, dass wir mit der Zeit gehen und dass unsere Kunden dies honorieren“, fasst Henry Faust das Umfrageergebnis zusammen. Ein „Weiter so!“ ist also denkbar, wobei etwaige Kritikpunkte sehr ernst genommen werden. „Schließlich wollen wir uns ja weiter verbessern“, so Faust. Als Augenoptiker „dürfen wir unseren Kunden so nahe kommen wie sonst kaum jemand.“ Dass genau diese sprichwörtliche Kundennähe bei der Befragung auf so große Resonanz gestoßen ist, macht auch ein bisschen stolz. „Das ist ein echter Vertrauensbeweis“, so Henry Faust.

Ein klein wenig gibt das Geschäft mit der Umfrage auch an die Kunden zurück. Denn nach der Auswertung wurde ein Scheck für eine Komplettbrille im Wert von 500 Euro verlost. Gewonnen hat Dieter Grauer.