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"Boahnl-Zeitung" lockt Touristen an

Mit einer deutschlandweiten Aktion macht die Zittauer Schmalspurbahn auf sich und den Naturpark aufmerksam.

Soeg-Chef Ingo Neidhardt, Zittaus OB Thomas Zenker, die Bürgermeister Günther Ohmann (Bertsdorf-Hörnitz), Tobias Steiner (Oybin), Jonsdorfs stellvertretender Bürgermeister, Horst Zimmermann, Großschönaus Bürgermeister Frank Peuker mit der Zeitung.
Soeg-Chef Ingo Neidhardt, Zittaus OB Thomas Zenker, die Bürgermeister Günther Ohmann (Bertsdorf-Hörnitz), Tobias Steiner (Oybin), Jonsdorfs stellvertretender Bürgermeister, Horst Zimmermann, Großschönaus Bürgermeister Frank Peuker mit der Zeitung. © Mario England

Zum zweiten Mal nach 2018 bringt die Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahngesellschaft (Soeg) eine Tourismuszeitung heraus. "Schwierige Zeiten benötigen besondere Initiativen", sagt Soeg-Geschäftsführer Ingo Neidhardt. Die Urlaubszeit ist die schönste Zeit im Jahr. Doch während der Corona-Pandemie ist dies mit großen Unsicherheiten verbunden, gerade was Auslandsreisen betrifft. Der Urlaub in eigenem Land gewinnt dadurch an Bedeutung, meint er.

Die Soeg sieht darin als Betreiber der Zittauer Schmalspurbahn eine Chance für den Tourismus im Naturpark Zittauer Gebirge. Zusammen mit den Gesellschafter-Kommunen und Großschönau entwickelte sie in nur zehn Tagen eine zweite Auflage von „Links und Rechts der Zittauer Schmalspurbahn“. 

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 „Wir möchten damit unserer Tourismusbranche, die ihre schwerste Zeit durchmacht, eine Plattform ermöglichen und dem Gast eine Orientierung bieten, was es Lohnenswertes im Naturpark zu entdecken gibt“, so Ingo Neidhardt.

Auf 16 Seiten wirbt die Zeitung für einen Besuch der Stadt Zittau, Großschönau, Olbersdorf, Oybin und Jonsdorf mit Wandertipps und Öffnungszeiten der Freizeiteinrichtungen sowie Gasthäuser. Durch die großartige Kooperation der Gesellschafter und der Unterstützung der Sächsischen Zeitung mit ihrer Druckerei ist es kurzfristig gelungen, eine mittlere fünfstellige Auflagenhöhe zu erreichen, schildert er.

70 Prozent der Fahrgäste sind Touristen

"Wir brauchen diese Zeitung jetzt und dürfen keine Zeit verlieren, den coronabedingten Rückstand aufzuholen", sagt er. Deutschlandweit wurden die ersten 10.000 Stück  mit dem Dampfbahn-Magazin am Freitag verteilt, berichtet Soeg-Marketingleiterin Manuela Bartsch. 70 bis 80 Prozent der Fahrgäste, die das Boahnl von Zittau ins Gebirge und zurück befördert, sind Urlauber oder tschechische Touristen. "Manuela Bartsch und Grafiker Mario England haben für die Zeitung so manche Überstunde gemacht", lobt ihr Geschäftsführer. 

Ab jetzt liegt die Zeitung im Boahnl, in Tourist-Informationen und Hotels aus. Wer die Initiative unterstützen möchte, kann dies mit der Auslage der Zeitung tun. Sie wird kostenfrei geliefert. 

Das Deckblatt Zeitung "Links & Rechts der Zittauer Schmalspurbahn".
Das Deckblatt Zeitung "Links & Rechts der Zittauer Schmalspurbahn". © SOEG

„Auch wenn Großschönau kein direkter Anrainer der Bimmelbahn ist, unterstützen wir gern die Aktivitäten der Soeg. Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass wir im Naturpark zusammenstehen und den Tourismus gemeinsam wieder in Gang bringen, so Frank Peuker (SPD). Großschönaus Bürgermeister ist Vorsitzender vom Naturparkverein Zittauer Gebirge.  

Die Textilfirmen Damino und Frottana haben ihm bereits zugesagt, die Zeitung auszulegen. Manuela Bartsch hofft, dass das viele Firmen tun.  

Zittaus Oberbürgermeister Thomas Zenker (Zkm) ist für die Initiative der Schmalspurbahn und der Mitgliedskommunen sehr dankbar. "Die Corona-Krise ist eine harte Herausforderung für die Tourismusbranche und sorgt schon jetzt dafür, dass sich die Urlaubssaison über das Buchungsverhalten und die Pläne der Menschen noch einmal ganz neu sortiert", schildert er. "Da ist jeder Impuls wichtig, der unsere Region und ihre Angebote im heiß umkämpften Markt positiv sichtbar macht."

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Auch für Oybins Bürgermeister Tobias Steiner (SPD) war klar, dass Projekt zu unterstützen. "Der Tourismus ist eine wichtige Lebensader für die Schmalspurbahn", sagt er. Durch die Corona-Pandemie hat die Tourismusbranche gelitten, der man nun helfen müsse.  

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