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Brand verursacht Zehntausende Euro Schaden

Eine Wohnung wurde durch das Feuer an der St. Georgen-Straße stark beschädigt. Aber die Gaststätte ist weiter geöffnet.

Von Cathrin Reichelt

Ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum steht vor dem Black Horse. Wie jeden Mittag um diese Zeit treffen langsam die Stammgäste ein. Für sie gibt es nur ein Thema: den Brand vom Vorabend. Von außen ist davon nichts mehr zu sehen. Es hat ja auch „nur“ in der Wohnung der Betreiber der Gaststätte gebrannt. Und niemand ist zu Schaden gekommen. „Uns ist nichts passiert. Uns geht es gut“, sagt Carmen Binder. Aber nicht nur darüber ist sie froh, sondern auch, dass der Betrieb im Black Horse und der Pension ganz normal weitergehen kann.

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Wenige Stunden nach dem Feuer steht fest: die Ursache liegt im Kamin. Eigentlich sei er schon aus gewesen. „Mich hat stutzig gemacht, dass da plötzlich so eine große Rauchentwicklung war“, sagt Uwe Binder. Sein Versuch, den Brand selbst zu löschen, hatte keinen Erfolg. Deshalb alarmierte seine Frau die Feuerwehr. Die sechs Bewohner und Pensionsgäste des Hauses konnten sich noch vor deren Eintreffen selbst in Sicherheit bringen. Aus Döbeln und Ebersbach kamen 35 Kameraden und acht Fahrzeuge zum Einsatz. „Als wir ankamen, brannte es in der Wohnung und unter dem Dach. Wir mussten das Dach und eine Zwischendecke öffnen, um das Feuer bekämpfen zu können“, erklärt Einsatzleiter Lutz Hesse. Allerdings passte die Drehleiter nicht durch die Einfahrt. Die war einige Zentimeter zu tief. „Vor allem, wenn Hinterhäuser von einem Brand betroffen sind, können solche Probleme entstehen. Aber wir haben mehrere Schiebe- und Steckleitern, auf die wir dann zurückgreifen“, meint Ortswehrleiter Thomas Harnisch.

In diesem Fall wurde die Drehleiter auf der Straße aufgestellt, bis über die Dächer der Vorderhäuser ausgefahren und über diese hinweg zur Beleuchtung des Hofes genutzt. Denn in dem betroffenen Gebäude war der Strom abgestellt worden. Bevor der später wieder zugeschaltet wurde, prüfte ein Elektriker die Leitungen.

„Wir haben Schlimmeres verhindert und auch versucht, den Schaden so gering wie möglich zu halten. Kurz nach dem Ende der Löscharbeiten haben wir das Wasser mit einem Wasserstaubsauger wieder aufgenommen“, erklärt Hesse. Trotzdem schätzt die Polizei den Sachschaden auf mehrere zehntausend Euro. Reichlich zwei Stunden waren die Kameraden vor Ort. Es war in diesem Jahr der 132. Einsatz der Döbelner Feuerwehr.