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Brexit bringt Görlitz Arbeitskräfte

Polen zieht es nach Englands EU-Ausstieg wieder in ihre Heimat. Aber oft siedeln sie sich im deutschen Grenzgebiet an.

Von Matthias Klaus
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Der Görlitzer Tierparkchef Sven Hammer und Zoopädagogin Isa Plath zeigen ein Schild mit dreisprachigen Erläuterungen.
Der Görlitzer Tierparkchef Sven Hammer und Zoopädagogin Isa Plath zeigen ein Schild mit dreisprachigen Erläuterungen. © Nikolai Schmidt

Es war eine der ersten Ideen, die der neue Tierparkdirektor Sven Hammer hatte: Als er 2011 seinen Job an der Neiße antrat, ließ er die polnische Fahne im Zoo hissen. Dort weht sie bis heute, einträchtig neben der deutschen und der EU-Flagge. „Als ich in Görlitz angefangen habe, gab es die Beschilderung im Tierpark zweisprachig, deutsch und englisch“, erinnert sich Sven Hammer. Nach und nach änderte er das, Polnisch kam hinzu. Die dreisprachige Beschilderung, heute ist sie selbstverständlich. Für den Tierpark sind polnische Besucher inzwischen zu einem Wirtschaftsfaktor geworden. Sven Hammer schätzt ihren Anteil auf 15 Prozent. Offiziell sind es nach Befragungen zwar nur acht Prozent. „Aber viele Polen haben ja inzwischen ihren Wohnsitz in Görlitz. Und wenn wir sie nach der Postleitzahl fragen, geben sie natürlich die hiesige an“, sagt Sven Hammer.

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