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Caritas Görlitz baut eine neue Wohnanlage

Gestern wurde für zwei Wohnstätten für demente Menschen der Grundstein am Elsternweg gelegt.

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Von Ralph Schermann

Rudolf Hupe mahnt zur Eile: „Wir wollen mit den Reden fertig sein, bevor es regnet, deshalb fehlt auch ein Blasorchester“, eröffnet der Diözesancaritasdirektor gestern in Rauschwalde einen feierlichen Akt: Auf dem Elsternweg wird der Grundstein für eine Wohnanlage gelegt. Sie soll Menschen mit Demenz und erweitertem Betreuungsbedarf ab Juni 2011 zur Verfügung stehen. Die Baustelle befindet sich neben dem Altenheim „Hildegard Burjan“, für das vor zehn Jahren der Grundstein gelegt wurde.

„Daneben entstehen jetzt zwei Wohngemeinschaften für jeweils elf Mieter in eigenen Wohnungen, betreut je nach Bedarf von einem Pflegedienst“, informiert Rudolf Hupe, während der katholische Generalvikar Hubertus Zomack, zugleich Erster Vorsitzender des Caritasverbandes Görlitz, die zu versenkende Kupferhülse füllt: Neben Urkunden und Münzen gehört auch die aktuelle Sächsische Zeitung dazu. „Und noch die vom Vortag, denn da stand etwas über den Bischof drin“, erheitert Zomack die zahlreich erschienenen Gäste.

3,2 Millionen Euro ist der Caritas die neue Wirkungsstätte wert, die federführend vom Cottbuser Büro Woskowski geplant wird. Bürgermeister Michael Wieler nennt sie einen weiteren „Meilenstein Görlitzer Lebensqualität und sichtbaren Ausdruck christlicher Nächstenliebe.“ Hubertus Zomack segnet den Grundstein, gibt den Bauarbeitern einen Kasten Bier aus und bittet „den Herrn um gutes Gelingen.“ Für das Wetter zunächst gehen die Fürbitten sogleich in Erfüllung: Die Regentropfen halten sich exakt bis zum Ende der Feier zurück.