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Chefwechsel bei der Feuerwehr in Mittelherwigsdorf

Die Kameraden der Gemeinde haben neue Leiter. Eine Position ist gänzlich neu, eine andere muss der Rat noch bestätigen.

Von Thomas Christmann

Wer den Pfennig nicht ehrt

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Mittelherwigsdorf. Nach 20 Jahren ist Schluss. Der bisherige Wehrleiter der Gemeinde Mittelherwigsdorf Matthias Haftmann hat bei der jüngsten Wahl nicht mehr für diesen Posten kandidiert. „Die Jugend soll ran“, sagt er. Sein Nachfolger ist Jörg Neumann, der bereits seit 1997 in Eckartsberg die Ortswehr leitete und mit dem 2014 abgeschlossenen Verbandsführer auch als einziger über die entsprechende Qualifikation verfügt. Matthias Haftmann bleibt ihm aber als Stellvertreter erhalten, schon damit Neumann von dessen Erfahrung profitieren kann. Die Funktion ist neu. Bislang übernahmen diese die Ortswehrleiter gleichrangig, um laut Haftmann niemand zu benachteiligen. Doch nach 20 Jahren sind nicht nur die Orte zusammengewachsen, sondern auch die Ortswehren.

Matthias Haftmann

Auch dort haben die Vorgesetzten gewechselt. Nachfolger von Jörg Neumann in Eckartsberg ist Henry Stuff, der bisher die Jugendabteilung in der Ortswehr leitete. Bei den Oberseifersdorfern übernimmt nun Ralf Hallmann die Geschicke, der zuvor als Stellvertreter fungierte. Er hat damit nur die Position mit Michael Kelz getauscht. Die Truppe in Mittelherwigsdorf führte zuletzt Matthias Oley an, der aber aus beruflichen Gründen nicht mehr antrat. Für seinen Posten hat sich erst kürzlich ein Kandidat gefunden: René Kientopp. Von den Kameraden ist er bereits gewählt, heute Abend muss noch der Gemeinderat zustimmen. Der hatte bereits die anderen Leiter in ihrem neuen Amt bestätigen. Die Wahlperiode geht dann bis 2019.

Bürgermeister Markus Hallmann (Freier Wählerverein) freut sich schon auf die Zusammenarbeit. „Wir haben gute Leute an den jeweiligen Stellen“, sagt er. Allerdings wird die Arbeit in einer freiwilligen Feuerwehr seiner Sicht immer professioneller und komplexer. Nur denke niemand daran, dass die Kameraden alle im Ehrenamt arbeiten würden, manche 50 und älter seien, so Hallmann. Beispielsweise müssen sie dieses Jahr auf den Digitalfunk umsteigen. „Die Kameraden werden ins kalte Wasser geschmissen“, beschreibt der Bürgermeister die Situation. Und das ist nicht die einzige technische Neuerung, welche die Gemeinde zudem Geld kostet. Für die neue zentrale Rettungsleitstelle in Hoyerswerda musste diese zuvor Fax-Geräte für ihre Depots in Mittelherwigsdorf, Oberseifersdorf und Eckartsberg anschaffen. Erst voriges Jahr bekamen diese einen Internetanschluss „Das läppert sich“, sagt Hallmann und fragt sich, wie viele Kommunen sich das nicht leisten können.

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