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Chip-Hersteller aus Siegen kommt nach Dresden

Dresden. Das Mikroelektronik-Unternehmen Silicon Visions AG aus dem nordrhein-westfälischen Siegen will sich in Dresden ansiedeln. Vorstandssprecher Karl-Heinz Schmallenbach sagte am Freitag der SZ, noch...

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Dresden. Das Mikroelektronik-Unternehmen Silicon Visions AG aus dem nordrhein-westfälischen Siegen will sich in Dresden ansiedeln. Vorstandssprecher Karl-Heinz Schmallenbach sagte am Freitag der SZ, noch in diesem Jahr werde ein Team aus Siegen nach Dresden versetzt, um den Bau einer Produktionsstätte vorzubereiten. Im Jahr 2002 solle die Serienfertigung von Bildsensor-Chips mit 50 Beschäftigten beginnen.
Geplant seien Investitionen in Höhe von 45 bis 50 Millionen Mark, so Schmallenbach. Der Vorstand habe sich für Dresden entschieden, "wegen des Leumunds in der Halbleiter-Branche, aber auch wegen der Förderung". Der Firmenchef rechnet mit einem Förderanteil von 40 Prozent der Investitionssumme.
Silicon Vision wurde 1996 gegründet und in diesem Jahr in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Ihre Großaktionäre sind der belgische Fotokonzern Agfa Gevaert (25 Prozent), die Wuppertaler Industrieholding Gesco AG (16 Prozent), der Börsenmakler Schnigge AG (16 Prozent) und das Bankhaus Julius Bär (zehn Prozent). Das restliche Drittel der Aktien halten die Unternehmensgründer und Mitarbeiter. Laut Schmallenbach ist der Börsengang in zwei bis drei Jahren geplant.
Die von Silicon Vision entwickelten Chips sollen vor allem in Kameras, Autopiloten oder bei der bewegten Bildern über Telefon zum Einsatz kommen. Das Jungunternehmen mit 15 Beschäftigten machte im vergangenen Jahr rund 70 Millionen Mark Umsatz. (SZ)