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"Coolinaria" besteht den Probelauf

Nach der Testveranstaltung folgt 2021 die Premiere des deutsch-polnischen Spezialitätenfestivals in Görlitz - unter anderem mit Wein aus Schlesien.

Das deutsch-polnische Spezialitätenfestival "Coolinaria" absolvierte am 27. Juni 2020 in Görlitz den Testlauf. Auf dem Foto: Zgorzelecer Bürgermeister Rafal Gronicz, EGZ-Geschäftsführerin Andrea F. Behr und Weinhändler Axel Krüger (vlnr).
Das deutsch-polnische Spezialitätenfestival "Coolinaria" absolvierte am 27. Juni 2020 in Görlitz den Testlauf. Auf dem Foto: Zgorzelecer Bürgermeister Rafal Gronicz, EGZ-Geschäftsführerin Andrea F. Behr und Weinhändler Axel Krüger (vlnr). © Paul Glaser

Axel Krüger ist sichtlich zufrieden. "Der Testlauf für das Spezialitätenfestival 'Coolinaria' war sehr erfolgreich." Der Görlitzer Weinhändler und der Kühlhaus-Verein als Veranstalter freuen sich über einen gelungenen Tag, der ohne Fördermittel  auskam.

Am vergangenen Sonnabend war der Platz vor der Görlitzer Frauenkirche ein Genussrestaurant unter freiem Himmel. Spezialitätenanbieter aus Polen und Deutschland boten Weine, Liköre und feinste Speisen an, die man sonst nicht an jeder Ecke findet.

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Wieder Wein aus Schlesien

Zu diesen Raritäten gehörte auch Wein aus Schlesien. "Es gibt in Polen in der Region südlich von Breslau bis nach Grünberg junge Winzer, die den Weinanbau in Schlesien auferstehen lassen und dafür investieren", erklärt Krüger. Schon im 11. Jahrhundert gab es dort Weinanbau, der später aber wegen einer kleinen Eiszeit und der Reblaus zum Erliegen kam. Das erfuhr Krüger vor etwa einem Jahr auf einer Tour mit Agnieszka Bormann, der Kulturreferentin für Schlesien. Schnell war die Idee mit dem deutsch-polnischen Spezialitätenfestival geboren. Die polnischen Winzer signalisierten Unterstützung. "Schließlich versprechen sie sich vom Festival besseren Zugang zum deutschen Markt", erklärt  Krüger. 

Von 11 Uhr bis zum Ausschankschluss 21.30 Uhr kamen am Sonnabend die Gäste auf ihre Kosten. Maximal 150 wurden zeitgleich auf den Platz gelassen. Sie probierten nicht nur Weine, sondern auch gegrillte Fleisch- und Wurstwaren aus dem südlichen Landkreis, Eis von einem polnischen Hersteller, der in Görlitz tätig ist, und jede Menge Gesundes aus dem "Korb voll Glück", den Anja Munkwitz-Nixdorf und ihre Kräuterfrauen anboten. 

Beispiellose Unterstützung

Dabei stand das Festival wegen Corona lange auf der Kippe. Axel Krüger hielt trotz des Lockdowns am geplanten Termin Ende Juni fest. Schließlich gab es von den Behörden grünes Licht, unter der Voraussetzung, dass die Hygieneregeln wie für die Außengastronomie eingehalten werden. 

Der Kühlhausverein und Axel Krüger als Leiter der Veranstaltung loben die beispiellos gute Zusammenarbeit mit den Behörden, darunter die Görlitzer Stadtverwaltung und der Städtische Betriebshof. "Offensichtlich hatten alle wieder Lust auf solche Veranstaltungen", meint Krüger.

Premiere für Coolinaria 2021

Der Testlauf für das Spezialitätenfestival sei rundum gelungen. Ausschlaggebend dafür sind laut Krüger drei Gründe: Die Veranstaltung ist von den Händlern gewollt, es gibt ein privates Unterstützernetzwerk und das Publikum honorierte das Event, indem es fröhlich feierte und zum Schluss friedlich nach Hause ging. "Es gab nicht ein zerbrochenes Glas, und am Montag fand ich als einziges Überbleibsel auf dem Platz einen Weinkorken", berichtet Weinhändler Krüger. Zu den Gästen finden auch die Winzer lobende Worte. "Sie wären froh, bei ihren Weinfesten ein solch junges Publikum zu haben", berichtet Krüger.

Im nächsten Jahr gibt es am 26. Juni die Premiere des "Coolinaria" im Rahmen der 950-Jahr-Feier von Görlitz. Dann nicht nur auf dem Platz an der Frauenkirche, der künftig Platz der Friedlichen Revolution heißt, sondern auch auf dem Postplatz rund um die Muschelminna. Octavian Ursu und Rafal Gronicz, die Oberbürgermeister von Görlitz und Zgorzelec, eröffnen dann erneut das Festival. Ab dem dritten Jahr soll "Coolinaria" abwechselnd in Görlitz und Zgorzelec stattfinden.

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