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Corona-Ambulanz in Freiberg kürzt Öffnungszeiten

In der Ambulanz in Freiberg ist die Auslastung derzeit nur gering. Aktuell gibt es im Landkreis 164 Corona-Erkrankte.

© Symbolfoto: dpa-Zentralbild/Sebastian Kahner

Mittelsachsen. Die Corona-Ambulanz in Freiberg hat ihre Öffnungszeiten verkürzt. Dies teilte am Montag Dr. Ulrike Träger mit. Grund ist die geringe Auslastung der Einrichtung Anfang April gewesen, so die Beauftragte für Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Vereinigte Gesundheitseinrichtungen Mittelsachsen GmbH.

Täglich suchen rund 30 Personen die Ambulanz, die am Kreiskrankenhaus in Freiberg eingerichtet worden ist, auf. Neben Personen aus dem Raum Freiberg wurden dort auch schon Anwohner aus den Regionen Döbeln, Mittweida und Hainichen getestet. „Die Ambulanz steht allen offen“, sagt Träger. Die Einrichtung hat wochentags von 9 bis 14 Uhr, am Wochenende sowie an Feiertagen von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Termine werden in Freiberg nicht vergeben.

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„Die Patienten werden der Reihe nach einzeln aufgerufen“, erklärt die Sprecherin. Wer ohne Empfehlung des Hausarztes oder Gesundheitsamtes in die Ambulanz kommt, der werde je nach Symptomatik, trotzdem getestet oder in einem Gespräch unter anderem über den Umgang mit häuslicher Quarantäne aufgeklärt, sagte Träger. 

Auch im Kreiskrankenhaus Freiberg werden derzeit erste Patienten mit einem positiven Corona-Test auf einer Isolierstation betreut. „Wir haben unsere ITS-Kapazität verdoppelt“, informierte die Sprecherin. Für die Betroffenen sowie Verdachtsfälle gebe es zudem eine separierte Isolierungsstation mit Intensivbereich.

61 Nachweise in der Region Döbeln

Auch im Krankenhaus Mittweida werden inzwischen die ersten Patienten und Verdachtsfälle behandelt (DA berichtete). Die Kapazität der dortigen Corona-Ambulanz umfasst knapp 30 Tests pro Tag, verriet Sprecherin Ines Schreiber. Seit Montag müssen die Personen nicht mehr über das Gesundheitsamt überwiesen werden. Es genüge die Anmeldung über den Hausarzt oder über das Telefon. „Die Anamnese erfolgt durch unser Team“, sagt Thomas Wiese, der Geschäftsführer des Medizinischen Versorgungszentrums, zu welchem die Ambulanz gehört. 

Geöffnet ist die Einrichtung derzeit Montag bis Freitag von 9 bis 11 Uhr. Bei Bedarf sei eine Erweiterung der Öffnungszeiten möglich, ergänzt Schreiber. Anders als in Freiberg werden in Mittweida Termine für die Tests vergeben. Die Personen werden gebeten, sich im Vorfeld telefonisch zu melden, auch, um vor Ort die Wartezeiten zu verringern.

Mit Stand Montag sind in Mittelsachsen bisher 164 Corona-Kranke erfasst worden. Nach wie vor die meisten Nachweise kommen aus der Region Freiberg. Dort wurden 67 Personen positiv auf das Virus getestet. Im Raum Döbeln beträgt die Zahl der bekannten Infizierten aktuell 61. 

Aus dem Bereich Mittweida liegen von 46 Anwohnern Nachweise vor. Für 470 Personen ist seit Ausbruch der Pandemie am 13. März vom Gesundheitsamt eine häusliche Quarantäne angeordnet worden. „136 Personen haben diese wieder verlassen“, informierte Kreissprecher André Kaiser.

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Wie am Montag bekannt wurde, gibt es nun auch einen Fall in Roßwein. Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) teilte dies auf der Homepage der Stadtverwaltung mit. „Wir wünschen dem erkrankten Einwohner gute Besserung und hoffen, dass er den Krankheitsverlauf gut und unbeschadet meistern kann. Hoffen wir, dass in den kommenden Tagen keine weiteren Einwohner erkranken oder sich in Quarantäne begeben müssen“, so Lindner. Er rief die Roßweiner noch einmal dazu auf, auf die Hygieneregeln zu achten. Zudem wies er darauf hin, Treffen, Familienfeiern oder weitere Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen zu vermeiden. (DA/mf)

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