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Darum ist Ostritz im Aufwärtstrend

Bürgermeisterin Marion Prange zeichnet verdiente Ostritzer aus, blickt auf ein Amtsjubiläum, ist dem Bundespräsidenten dankbar und steckt neue Ziele ab.

Die Ausgezeichneten beim Neujahrsempfang der Stadt.
Die Ausgezeichneten beim Neujahrsempfang der Stadt. © Foto: Stadt Ostritz

Die Ostritzer Bürgermeisterin Marion Prange hat den Ostritzern für den Zusammenhalt und das Vertrauen im vergangenen Jahr gedankt. Die parteilose Stadtchefin zog auf dem Neujahrsempfang der Stadt allerdings nicht nur Bilanz für das Jahr 2018, sondern auch für ihre nunmehr zehnjährige Amtszeit. Dabei spielte auch das abgelaufene Jahr eine besondere Rolle. Sie dankte den Ostritzern, die zusammengestanden und den Veranstaltungen rechter Gruppierungen in der Stadt mit positiven Aktionen und Friedensfesten etwas entgegengesetzt haben. Offenbar habe dies auch Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier imponiert, erklärte Frau Prange nicht ohne Stolz, denn auf seinen Reisen durch die Republik habe er zuletzt mehrfach von seinen Erlebnissen und Begegnungen in Ostritz berichtet - zuletzt beim Zukunftsforum Ländliche Entwicklung auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin.

Für Marion Prange ist somit ihr zehntes Amtsjahr, das mit vielen Unwägbarkeiten und auch Ängsten begonnen hatte, gut zu Ende gegangen. Generell zog sie eine positive Bilanz der Entwicklungen und dankte ausdrücklich auch dem Stadtrat für die konstruktive Arbeit - auch, wenn man nicht immer einer Meinung gewesen sei. Man habe in den elf Haushaltsjahren über ein Etat-Gesamtvolumen von 55 Millionen Euro entschieden und dabei allein 25 Millionen Euro in Baumaßnahmen investiert, rechnete die Bürgermeisterin zusammen. Gleichzeitig seien 3,39 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen verbucht worden. Der Haushalt der Stadt - vor allem aber auch die Etats der drei städtischen Gesellschaften, denen sie vorsteht - haben sich stabilisiert, man schreibe durchaus auch schwarze Zahlen. Das war zu ihrem Amtsantritt im Frühjahr 2008 nicht ohne Weiteres zu erwarten gewesen: "Es war nicht ein Cent in der Hosentasche, welcher nicht geliehen war", schilderte sie die Ausgangslage. Daran werde weiter zu arbeiten sein, aus jetziger Sicht könnte die Stadt 2026 schuldenfrei sein.

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Dass der Bevölkerungsrückgang von durchschnittlich 40 Einwohnern pro Jahr der Stadt zugesetzt hat, bestätigte Frau Prange. Zum Jahresende 2018 lebten noch 2.292 Menschen in der Neißestadt. Und dennoch sieht Frau Prange gute Zeichen wie eine stabile Geburtenrate von im Schnitt 14 Kindern pro Jahr. Zudem gebe es einen "zögerlichen Zuzug von jungen Familien", den man verstärken wolle. Neben den beiden Kitas und der Schkola sieht die Bürgermeisterin auch im bezahlbaren Wohnraum und im Mewa-Bad Anreize für ein Leben in Ostritz. Zudem arbeite man "mit der Stadt Görlitz in diesem Jahr an der Erschließung des Gewerbegebietes Hagenwerder/Leuba, um weitere Arbeitsplätze zu schaffen", erklärte sie. Dass mit Blick auf die Alterspyramide auch weiterhin barrierefreie Wohnangebote in der Stadt ein großes Thema sein werden, betonte sie ebenfalls und verwies auf das Projekt "Gemeinschaftliches Wohnen im Alter" am Ostritzer Markt.

Für die anstehenden Wahlen forderte die Bürgermeisterin die Ostritzer auf, nicht nur selbst zur Wahl zu gehen, sondern sich auch als Bewerber für ein kommunales Amt zur Verfügung zu stellen. Gleichwohl bat sie die Ostritzer, auch in schwierigen Zeiten und bei verschiedenen Standpunkten mit Anstand miteinander umzugehen. Herz und Verstand zu benutzen statt Hetze und Angst zu folgen, ist Marion Prange ein wichtiges Anliegen.

Erstmals zeichnete die Rathauschefin nicht nur verdiente Ostritzer aus, die ehrenamtlich viel für Stadt und Menschen geleistet haben. Mit einer Ehrung an das Organisationsteam der Friedensfeste ehrte sie im Namen der Stadt erstmals auch mehrere Menschen, die nicht in der Stadt wohnen, sich aber dennoch für sie stark gemacht haben.

Sie erhielten eine Auszeichnung der Stadt Ostritz

Franziska Seitz - hier im Bild mit ihrem Mann - erhielt eine Ehrenurkunde der Stadt. Sie habe in den vergangenen fünf Jahren großen Anteil am öffentlichen Leben genommen, sich beispielsweise für den Weihnachtsmarkt engagiert und ihn unterstützt. Frau Seitz unterhielt ein Kindermodegeschäft am Markt, das sie aber aufgegeben hat, weil sie aus Ostritz wegzieht. Foto: Stadt Ostritz
Franziska Seitz - hier im Bild mit ihrem Mann - erhielt eine Ehrenurkunde der Stadt. Sie habe in den vergangenen fünf Jahren großen Anteil am öffentlichen Leben genommen, sich beispielsweise für den Weihnachtsmarkt engagiert und ihn unterstützt. Frau Seitz unterhielt ein Kindermodegeschäft am Markt, das sie aber aufgegeben hat, weil sie aus Ostritz wegzieht. Foto: Stadt Ostritz
Dirk Maaß erhielt von Bürgermeisterin Marion Prange eine Ehrenurkunde der Stadt, weil er nach seiner eigenen sportlichen Karriere nun als Trainer den Ostritzer Ballspielclub unterstützt. So ist er nicht nur mit der Jugendmannschaft auf dem Platz. Er hat auch die zweite Männermannschaft, die mit dem EFV 03 Bernstadt/Dittersbach eine Spielgemeinschaft bildet, unter seinen Fittichen. Zudem ist es sein Verdienst, dass auch so mancher polnische Spieler zur Unterstützung mit dabei ist. Foto: Stadt Ostritz
Dirk Maaß erhielt von Bürgermeisterin Marion Prange eine Ehrenurkunde der Stadt, weil er nach seiner eigenen sportlichen Karriere nun als Trainer den Ostritzer Ballspielclub unterstützt. So ist er nicht nur mit der Jugendmannschaft auf dem Platz. Er hat auch die zweite Männermannschaft, die mit dem EFV 03 Bernstadt/Dittersbach eine Spielgemeinschaft bildet, unter seinen Fittichen. Zudem ist es sein Verdienst, dass auch so mancher polnische Spieler zur Unterstützung mit dabei ist. Foto: Stadt Ostritz
Jörg Müller erhielt von Bürgermeisterin Marion Prange eine Ehrenurkunde, weil er nicht nur mit dem Ball, sondern auch mit Zahlen jonglieren kann. Seit vielen Jahren ist er Mitglied beim Ostritzer Ballspielclub und dort sowohl im Vorstand als auch für die Finanzen zuständig. Gerade letztere Aufgabe nimmt Jörg Müller mit großer Genauigkeit und Zuverlässigkeit wahr. Außerdem widmet er sich als Trainer der E-Jugendmannschaft. Foto: Stadt Ostritz
Jörg Müller erhielt von Bürgermeisterin Marion Prange eine Ehrenurkunde, weil er nicht nur mit dem Ball, sondern auch mit Zahlen jonglieren kann. Seit vielen Jahren ist er Mitglied beim Ostritzer Ballspielclub und dort sowohl im Vorstand als auch für die Finanzen zuständig. Gerade letztere Aufgabe nimmt Jörg Müller mit großer Genauigkeit und Zuverlässigkeit wahr. Außerdem widmet er sich als Trainer der E-Jugendmannschaft. Foto: Stadt Ostritz
Anett Kupka (rechts)  hat aus den Händen von Bürgermeisterin Marion Prange die Ehrenurkunde der Stadt für ihre Bemühungen mit den polnischen Nachbarn erhalten. Die Mitarbeiterin der Hochschule Zittau/Görlitz hat Verantwortung im Projekt "Miteinander leben, voneinander kernen - gemeinsam Zukunft gestalten" und lässt sich vieles einfallen, um Menschen von beiden Seiten der Neiße zusammenzubringen. Darüber hinaus engagiert sie sich im Kirchenrat der katholischen Kirchgemeinde. Foto: Stadt Ostritz
Anett Kupka (rechts)  hat aus den Händen von Bürgermeisterin Marion Prange die Ehrenurkunde der Stadt für ihre Bemühungen mit den polnischen Nachbarn erhalten. Die Mitarbeiterin der Hochschule Zittau/Görlitz hat Verantwortung im Projekt "Miteinander leben, voneinander kernen - gemeinsam Zukunft gestalten" und lässt sich vieles einfallen, um Menschen von beiden Seiten der Neiße zusammenzubringen. Darüber hinaus engagiert sie sich im Kirchenrat der katholischen Kirchgemeinde. Foto: Stadt Ostritz
Eine Ehrenurkunde wert ist das Engagement der Mewa-Bad-Initiative. Birgit Deckwart, Roman Fehland, Marcel Gäbler, Anja Junge, Melanie Kottek, Anja Pfalz, Georg Salditt, Peggy Schneider und Susanne Vallentin kümmern sich um Instandhaltungs-. und Reinigungsarbeiten, sammeln Spenden und organisieren Feste, um das Bad zu erhalten. Einige haben sogar an Rettungsschwimmer-Kursen teilgenommen. Foto: Stadt Ostritz
Eine Ehrenurkunde wert ist das Engagement der Mewa-Bad-Initiative. Birgit Deckwart, Roman Fehland, Marcel Gäbler, Anja Junge, Melanie Kottek, Anja Pfalz, Georg Salditt, Peggy Schneider und Susanne Vallentin kümmern sich um Instandhaltungs-. und Reinigungsarbeiten, sammeln Spenden und organisieren Feste, um das Bad zu erhalten. Einige haben sogar an Rettungsschwimmer-Kursen teilgenommen. Foto: Stadt Ostritz

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