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Das große Frösteln

Es ist kalt geworden. Kann schon mal vorkommen Mitte November. Ich bin soweit gerüstet für die Kälte. Ich habe die Winterräder aufziehen lassen, noch bevor mich der erste Schnee überrascht. Ich habe die Funktionskleidung und die Stiefel hervorgekramt und frisch imprägniert.

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Es ist kalt geworden. Kann schon mal vorkommen Mitte November. Ich bin soweit gerüstet für die Kälte. Ich habe die Winterräder aufziehen lassen, noch bevor mich der erste Schnee überrascht. Ich habe die Funktionskleidung und die Stiefel hervorgekramt und frisch imprägniert. Ich habe Mützen und Schals bereitgelegt. Ich will nicht frieren – ich nehme es gern in Kauf, mit dicken Boots und Wollmütze albern auszusehen. Es ist mir egal. Ich finde, Wohlbefinden und warme Füße gehen vor Schönheit. Geht es Ihnen auch so? Wenn ja, willkommen im Club der Alten. Denn die jungen Leute sehen das so ganz anders. Wenn ich sie sehe, krieg‘ ich das große Frösteln. Die wollen hip sein auch bei Null Grad. Die tragen unglaublich dünne Stoffschühchen. Und kurze Jäckchen, die Rücken zeigen. Natürlich unterhemdsfreie. Wäre ja uncool. Die müssen doch bibbern, denke ich immer. Und fühle mich zurückversetzt in die eigene Jugend – die nun wirklich noch nicht so lange zurückliegt. Meine Mutter mahnte, doch bitte etwas drunterzuziehen, wegen der Nieren... Ich bin sicher, dass es derartige Diskussionen auch zwischen bibbernden Teenagern von heute und ihren Eltern gibt. Sie werden es schon noch merken und sich bald warm anziehen, das hofft

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