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Das passiert bald in der Hofewiese

Holger Zastrow und seine Frau sind auf Architektensuche. Die Sanierung des Landgasthofs wird zur Herausforderung.

Im nächsten Jahr will Holger Zastrow seinen Gasthof Hofewiese sanieren.
Im nächsten Jahr will Holger Zastrow seinen Gasthof Hofewiese sanieren. © René Meinig

Das nächste Jahr wird eins der großen Entscheidungen: 2020 wird das Herzstück der Hofewiese – die Sanierung des alten Landgasthofs – oben auf der Tagesordnung stehen. Schon jetzt blickt Inhaber Holger Zastrow voraus, der das Ausflugsgelände vor drei Jahren mit seiner Ehefrau Ariane wiederbelebt hat. Derzeit sei das Paar auf Architektensuche. Ein Sanierungsplan soll erstellt werden. Und dabei gibt es gleich mehrere Baustellen.

„Es gibt noch viele offene Fragen“, so Zastrow. Zunächst brauche es einen Architekten, der die Detailliebe zum Objekt teile. „Hier kann man kein schnelles Geld verdienen“, meint der Chef. Das Gebäude solle behutsam instandgesetzt und der Charme erhalten werden, ohne Luxussanierung.

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„Vielleicht wird erst das Untergeschoss saniert, um den Strom-, Wasser- und Abwasseranschluss zu sichern.“ Denn gerade funktionierende Toiletten sind auf dem Gelände eins der größten Probleme. Der WC-Container, der für gewöhnlich im Hof steht, muss in der Wintersaison, die an diesem Freitag anbricht, Trocken-Dixies weichen. Sonst würden alle Wasserleitungen einfrieren. „Das ist natürlich nicht schön. Dafür brauchen wir bald eine Lösung.“

Was abseits funktionierender Toiletten im Gasthaus selbst passieren soll, lässt Zastrow noch offen. Möglicherweise könnten Übernachtungszimmer kommen – gerade für Vermietungen bei Familienfeiern wäre das eine Überlegung. „Dazu haben wir aber noch keine finale Entscheidung getroffen.“ Ähnlich sei es mit der Frage, ob es eine große gastronomische Küche geben wird. Eigentlich würde Zastrow lieber weiter auf das jetzige Angebot einer schmalen Bistroküche setzen – „aus dem einfachen Grund, dass wir keine Köche sind.“ Vorstellbar wären auch Kooperationen mit Eventköchen oder Cateringanbietern. So könnten alle profitieren: Die einen würden das gastronomische Knowhow einbringen, die Hofewiese selbst die Gäste. „Denn eins unterscheidet uns maßgeblich von anderen Lokalen: Wir brauchen uns um Gäste nicht zu sorgen.“ Ende des nächsten Jahres mit den Bauarbeiten zu starten, strebt Zastrow an. „2022 fertig zu sein, wäre ein Traum.“

Mit Rückblick auf dieses Jahr sagt er: „Es war das erfolgreichste bisher. Die Hofewiese rechnet sich.“ Während der Woche funktioniere das Geschäft mit einem kleinen Getränke- und Speisenangebot – und minimalem Serviceaufwand. Neben dem Abwasserproblem steht das Betreiberpaar künftig vor zwei weiteren Herausforderungen: der mangelnden Stromversorgung und der fehlenden Wasseranschlüsse. „Wir haben ja keine Möglichkeit, hier Geschirr zu spülen. Deswegen ist immer Wegwerf-Ware im Einsatz.“ Mittlerweile habe man zwar auf Recyclingprodukte umgestellt, trotzdem sei der Abfall enorm. Auch deshalb müsse der Ausbau des Hauses zügig angegangen werden. „Unser Glück ist, dass die Leute die Gegebenheiten annehmen und sie tolerieren. Und ich sage auch ehrlich, wir nehmen uns alle Zeit der Welt. Wir wollen uns nicht übernehmen.“

Investieren will Zastrow in diesem Jahr noch in den Baumverschnitt, um das Gelände vor herabstürzenden Ästen zu sichern. Auch soll das Areal neu eingezäunt werden. Kinder hätten in der Vergangenheit schon einzelne Zaunlatten in der Hand gehabt. „Auch hier geht Sicherheit vor“.

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Ab dem 1. November bleibt die Hofewiese wochentags geschlossen, Am Samstag, Sonntag und feiertags ist zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet. Je nach Wetter bleibt das Areal auch länger geöffnet. Die Winterpause geht dann vom 6. Januar bis zum 3. April 2020.

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