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Das Volkshaus war ein riesiger Vogelkäfig

Der Saal des Eibauer Volkshauses hatte sich am Wochenende in einen riesigen Vogelkäfig verwandelt, denn die Mitglieder des Oberlausitzer Ziergeflügel-, Waldvogel- und Exotenzüchter-Vereins (OZWEV) richteten die zehnte Landesschau und die Sachsenmeisterschaften aus.Eibau.

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Der Saal des Eibauer Volkshauses hatte sich am Wochenende in einen riesigen Vogelkäfig verwandelt, denn die Mitglieder des Oberlausitzer Ziergeflügel-, Waldvogel- und Exotenzüchter-Vereins (OZWEV) richteten die zehnte Landesschau und die Sachsenmeisterschaften aus.
Eibau. Über 530 Vögel waren zur Sachsenmeisterschaft gemeldet, dazu kamen die rund 200 Tiere für die Landesschau. Während die an den Meisterschaften teilnehmenden Piepmätze zumeist in ihren kleinen Ausstellungskäfigen saßen (wie sollte man sie sonst für die Bewertung einfangen können?), hatten die Vögel der Rahmenschau in großen Volieren ausreichend Platz. Ihre Besitzer hatten Baumstämme, Sitzäste, reichlich Laub und viele Leckerbissen ins Eibauer Volkshaus gebracht, um ihren Tieren die beiden Tage so angenehm wie möglich zu gestalten. Und anscheinend fühlten sich die gefiederten Zweibeiner absolut wohl, viele pickerten fleißig Körner, knapperten an Weintrauben oder suchten im duftenden Herbstlaub nach kleinen Insekten. Dabei machten sie reichlich Krach, es zwitscherte und kreischte in allen Tonlagen. Die allein schon durch ihre Größe beeindruckenden Ohrfasane waren dabei wohl noch am ruhigsten, während es in den Volieren der winzigen Webervögel und der prachtvollen Sittiche lautstark zur Sache ging. Zu den seltensten der gezeigten Tiere gehörten Blaustirnamazonen und Schwarzzeisig.
Allein am Sonnabend kamen rund 1 000 Besucher zur Ausstellung, worüber sich besonders die Mitglieder des Züchtervereins freuten, denn sie hatten sich viel Arbeit bei der Ausstellungsgestaltung gemacht. Da wurden nicht nur Vereinsmitglieder, sondern auch deren Familien "eingespannt". Die Frauen hatten Kuchen gebacken und waren zusammen mit Kindern, Enkeln, Nichten und Neffen der Aussteller für die Verpflegung der Gäste zuständig. Und dann gab es viele Fragen der Besucher zu beantworten. Viele interessierten sich besonders für die vielen prämierten Vögel. An vielen Käfigen waren prachtvolle Siegerrosetten befestigt, die von der Schönheit der Wellensittiche, Diamanttäubchen usw. und vom züchterischen Erfolg der Besitzer kündeten.
Die Bewertung hatte bereits am Freitag stattgefunden, trotzdem lag schon am Sonnabend um 9 Uhr der Ausstellungskatalog mit allen Ergebnissen vor. "Wir möchten uns herzlich beim Print-Service von Mathias Schubert bedanken", so Vereinsvorsitzender Manfred Meinert, "bis Sonnabend früh um vier haben sie für uns den Katalog gedruckt." Auch bei den fünf von weither angereisten Zuchtrichtern, die sich lobend über die Ausstellung und die Qualität der ausgestellten Tiere äußerten, bedanken sich die Veranstalter.
Da es nicht nur Vögel zu sehen, sondern auch zu kaufen gab, sind es jetzt wieder einige Leute mehr in der Oberlausitz, die einen Vogel haben, natürlich nicht im übertragenen Sinne. Die "Erstausstattung" für die Besitzer war an einem gutsortierten Verkaufsstand ebenso zu haben, wie Fachliteratur. (bn)

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