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Den Feiertag missbraucht?

Meißen. Während des Gottesdienstes am 19. November legte die NPD neben der Kirche auf dem Kriegsgräberfeld des Trinitatisfriedhofes einen Kranz nieder. Die Versammlung war nicht angemeldet. "Sie sollte...

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Meißen. Während des Gottesdienstes am 19. November legte die NPD neben der Kirche auf dem Kriegsgräberfeld des Trinitatisfriedhofes einen Kranz nieder. Die Versammlung war nicht angemeldet. "Sie sollte offenbar wirklich so still sein, wie es dem Totengedenken auf einem christlichen Friedhof angemessen ist", sagte Pfarrerin Renate Kersten.
Der Kranz, der im Eingangsbereich des Friedhofes liegt und in der Schleife die NPD nennt, werde von Passanten als unangemessene parteipolitische Werbung verstanden. "Ich gehe davon aus, dass dies nicht im Sinne der NPD ist, die kaum die Toten beider Weltkriege missbrauchen würde, um für ihre Partei zu werben."
An der Stelle, wo der Kranz niedergelegt wurde, werde durch ein Gesteck der Kirchgemeinde der Toten der Weltkriege gedacht. "Aus diesen Gründen werden wir den Kranz der NPD auf die Kriegsgräber verlegen. Damit wird der Gefahr, in der Kranzniederlegung der NPD eine billige Werbeaktion in eigener Sache zu sehen, entgegengewirkt", sagte die Pfarrerin. (SZ)

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